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18.09.2020 Andreas Deutsch

Amazon: So will der Konzern bei der wichtigsten Käufergruppe punkten

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Amazon.com

E-Commerce boomt, und Amazon wächst und wächst. Doch CEO Jeff Bezos denkt nicht im Traum daran, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Kundenwachstum und Kundenbindung, ist weiterhin das Gebot. Dabei hat es Bezos vor allem auf die Generationen Y und Z abgesehen, von denen es weltweit mehr als zwei Milliarden gibt.

Es ist der nächste Schritt im Kampf um die jungen Leute: Am Mittwoch gab Amazon bekannt, im großen Stil in den Podcast-Markt einzusteigen. In Deutschland, Großbritannien, den USA und Japan wird von sofort an ein umfangreicher Podcast-Bereich in Amazon Music erscheinen.

Das Podcast-Angebot ist für alle Nutzer nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden – vom kostenfreien Grundservice von Amazon Music bis hin zum kostenpflichtigen Premium Angebot Amazon Music HD, so Amazon.

Damit macht es Amazon noch attraktiver, Prime-Kunde zu werden – und spricht ganz gezielt jene Menschen an, die nach 1980 geboren sind. Denn vor allem junge Menschen mögen Pocasts. Wie jüngste Umfragen zeigen, ist im Schnitt knapp jeder zweite Nutzer jünger als 34 Jahre.

Doch das ist nicht alles, was Amazon für die Jungen zu bieten hat. Prime-Mitgliedern stehen seit Kurzem auch Computerspiele und In-Game-Inhalte für beliebte Titel zur Verfügung. Die Serien, die auf Prime Video laufen, zielen verstärkt auf die junge Zielgruppe ab. Das gilt natürlich auch für Twitch. Die Streaming-Plattform kommt mittlerweile auf 3,6 Millionen Unique User – 40 sind zwischen 16 und 24 Jahren alt.

Amazon.com (WKN: 906866)

Mit Twitch, Podcasts oder Prime Video führt Amazon verstärkt junge Leute an das E-Commerce-Angebot des Konzerns heran. Die Konkurrenz schläft nämlich nicht, und Jeff Bezos fürchtet, dass irgendwann ein Wettbewerber cooler ist als Amazon. Solange dies nicht der Fall ist, bleibt Amazon für den AKTIONÄR ein Basisinvestment. Der Dip ist eine Kaufchance. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR-Depot". 

Buchtipp: The Four

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen

Autoren: Galloway, Scott
Seitenanzahl: 320
Erscheinungstermin: 05.03.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-682-0