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02.06.2020 Thobias Quaß

Zynga legt 20 Prozent zu – was ist passiert?

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Zynga

Der Aktie von Zynga, Entwickler von Spielen für Smartphones, hat innerhalb von zwei Tagen fast 21 Prozent zugelegt und ein neues Allzeithoch markiert. Dafür gibt es zwei Gründe: Eine Übernahme und angehobene Kursziele. Die Aktie der Mobile-Game-Schmiede kann Niveau auch halten und notiert im frühen US-Handel heute um 9,50 Dollar.

Für 1,8 Milliarden Dollar übernimmt Zynga seinen Istanbuler Konkurrenten Peak Games. Die Amerikaner wollen die Summe je zur Hälfte aus Barmitteln und eigenen Aktien stemmen. Laut Handelsblatt verdienen sogar Münchener Risikokapitalgeber durch diesen Exit mit 520 Millionen US-Dollar – dem Investor Earlybird gehörten 30 Prozent der Anteile von Peak Games.

Nach diesem Deal erhöhen mehrere Analysten ihre Kursziele. Unter anderem Benchmark, die von neun auf elf Dollar anhoben und ihre Kaufempfehlung bestätigen. Auch Morgen Stanley erhöhte von 8,25 auf elf Dollar und empfehlen den Kauf der Aktie von Zynga. Danach gewann die Aktie gestern zwischenzeitlich bis zu sechs Prozent, aktuell (2. Juni) gibt das Papier im US-Handel davon wieder knappe drei Prozent ab.

Als Grund nennen die Experten die positiven Effekte durch die Übernahme genannt. Die Zahl der aktiven Nutzer von Zyngas Spielen (wie FarmVille) soll durch die Integration der Peak Games Spiele Toon Blast und Toy Blast um 60 Prozent steigen – bislang spielen im Schnitt 70 Millionen Menschen monatlich.

Zynga (WKN: A1JMFQ)

Mitten in der Krise stärkt Zynga seine Position und kauft einen Konkurrenten. Wegen der Coronakrise profitiert das Unternehmen immer noch von steigenden Nutzerzahlen und der Zukauf sichert die Spielerbasis über das laufende Jahr hinaus. Das dürfte auch die Margen erhöhen. Deswegen legt die Aktie von Zynga stark zu und hat mit dem neuen Rekordhoch ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Die Empfehlung des AKTIONÄR ist aufgrund der rundum positiven Signale ein Kauf.