17.10.2019 Florian Söllner

"Was ist das? Monster!" VW/Porsche schlagen Tesla Model S vernichtend – doch Elon Musk kontert schon 2020 damit

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Tesla
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Die Newslage für Tesla ist gut in dieser Woche. So könnte etwa Medienberichten zufolge das SUV Model Y schon im ersten Quartal 2020 starten – bisher war von Ende 2020 die Rede. Die Aktie erholt sich spürbar und befindet sich sogar das erste Mal seit langem über der 200-Tage-Linie. Doch es gibt auch News, die Elon Musk weniger gefallen: Porsche macht einen wichtigen Punkt im imageträchtigen Duell gegen das Tesla Model S – bisher die dynamischste Limousine der Welt.

Auto Mobil ließ den Taycan Turbo S und das Tesla Model S P100D gegeneinander antreten. Eins vorweg: „Beide Autos sind fantastisch.“ Das Model S hat über Jahre hinweg von 0 auf 100 AMGs, Lamborghinis oder Verbrenner-Porsches geschlagen. Doch jetzt tritt der Elektro-Porsche Taycan Turbo S an. Zwar sollte laut Daten auf dem Papier (0 auf 100 in 2,6 Sekunden) eigentlich der Tesla das Sprint-Duell für sich entscheiden. Doch die TV-Sendung sorgt für eine Überraschung: Der Taycan mit 625 PS gewinnt jeden einzelnen Sprint gegen den Tesla. „Was ist das? Monster", so der Autotester hinter dem Porsche-Lenkrad. Auch beim Handlingtest zeigt Porsche deutlich mehr Geschwindigkeit und Bodenhaftung. Ob es am schwierigen, nassen Straßenbelag lag, oder Porsche dies auch bei trockenen Untergrund wiederholen kann, wird die Zukunft zeigen.

Tesla punktet beim Preis (das Model S P100D ist mittlerweile für 103.000 Euro zu haben, das Top-Modell von Porsche kostet 183.000 Euro) und einer höheren Reichweite (590 vs. 412 Kilometer). Doch bei der Verarbeitung sei Porsche „eine andere Welt“ – während „es weh tut, zu sehen, was Tesla hier anbietet.“

Auch wenn das Model X und Model S nur noch rund 20 Prozent der Auslieferungszahlen ausmachen, ist es für dem Mythos Tesla wichtig, dass das bisher beste Elektroauto der Welt nicht von der VW-Tochter Porsche abgehängt wird. Gut für Tesla: Das derzeit wichtigere Model 3 ist bei den Themen Dynamik und Sportlichkeit in seiner Klasse bislang ohne Konkurrenz – denn BMW und Co kontern hier erst ab 2021. Kurzfristig ist für die Aktie der Kampf um die 200-Tage-Linie wichtig, womit sich die Charttechnik aufhellen würde. Risiko bleibt, dass Tesla in Kürze beweisen muss, im zweiten Halbjahr profitabler zu arbeiten. Siehe auch die Tesla-Einschätzung im AKTIONÄR TV:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.