22.01.2020 Andreas Deutsch

Vorsicht, Schweinepest! Top-Tipp Tyson Foods vor Rallye

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Tyson Foods
Trendthema

Die Afrikanische Schweinepest rückt noch näher an Deutschland heran. In Polen wurde zwölf Kilometer von der Grenze entfernt ein neuer Fall der Tierseuche bei einem toten Wildschwein gemeldet. Die Seuche bietet – auch wenn es makaber klingt – für Anleger eine Chance auf üppige Kursgewinne.

Die Schweinepest verbreitet nicht mehr nur in China Angst und Schrecken. Auch in Europa macht man sich Gedanken, wie eine Ausbreitung der Seuche verhindert werden kann. In der nächsten Woche ist dazu ein Treffen auf Expertenebene mit Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen. Deutschland und Polen haben die Vorsorge schon verstärkt.

In Italien haben nun Ermittler zehn Tonnen womöglich mit Afrikanischer Schweinepest verseuchtem Schweinefleisch aus China beschlagnahmt. Das tiefgefrorene, illegal importierte Fleisch war zwischen Kartons mit Gemüse versteckt.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich, doch für Schweine endet die Erkrankung in der Regel zu fast 100 Prozent tödlich. Die Vorsorge ist teuer und kostet viel Zeit und Mühe. Infiziert sich ein Tier, wird das Gebiet im Umkreis des Hofes von mindestens drei Kilometern und für sechs Wochen zum Sperrbezirk.

In China mussten bereits etliche Millionen Schweine getötet werden, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Das Angebot an Fleisch wird langsam knapp, die Preise sind innerhalb eines Jahres um bis zu 170 Prozent explodiert.

Peking wird über kurz oder lang die Einfuhren kräftig ankurbeln müssen. Eine der ersten Ansprechadressen dürfte Tyson Foods sein, Amerikas größter Produzent von Schweinefleisch mit einem Jahresumsatz von 46 Milliarden Dollar.

Leicht wird dieser Schritt der chinesischen Regierung angesichts der Querelen mit den USA in den vergangenen Monaten nicht fallen. Doch Peking will keine Unzufriedenheit im Volk. Sollte Schweinefleisch aufgrund der Angebotsknappheit zum Luxusgut mutieren, dürfte aber genau das passieren.

Tyson Foods (WKN: 870625)

Tyson Foods könnte aufgrund der Schweinepest bald in den Genuss einer Sonderkonjunktur kommen. Die Aktie ist mit einem 2020er-KGV von 13 bei einem Gewinnwachstum von zehn Prozent günstig bewertet. Der Sprung auf ein Rekordhoch sollte nur eine Frage der Zeit sein. Ziel des AKTIONÄR: 95 Euro, Stopp: 60 Euro.