03.06.2013 Norbert Sesselmann

Überflieger Nordex: Da geht noch was!

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DAX
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Darauf haben Anleger lange gewartet: Der Windkraftturbinen-Hersteller Nordex hat zum Jahresauftakt 31 Prozent mehr verdient als 2012. Der Kurs hat sich seit Jahresanfang fast verdoppelt. Wie weit kann die Aktie noch steigen?

Der Windkraftanlagenbauer Nordex ist dank reger Nachfrage aus Europa gut ins neue Jahr gestartet. Allerdings hat sich das Geschäft in Amerika mehr als halbiert und die Region Asien blieb schwach. Insgesamt stieg der Umsatz um 31 Prozent auf 259 Millionen Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen kürzlich mitteilte. Auch die Aussichten haben sich etwas verbessert. Es gingen mehr Aufträge in die Orderbücher ein als vor einem Jahr.

Optimistisch in die Zukunft

Das Management rechnet bei seiner mittelfristigen Planung mit einem Geschäftsvolumen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und einer EBIT-Marge oberhalb der Marke von fünf Prozent. „Ob wir das im Jahr 2015 oder 2017 erreichen, hängt sehr stark von der Konjunktur in unserer Branche ab", erklärte Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold gegenüber dem AKTIONÄR.

Weiter Potenzial

Steht tatsächlich, wie prognostiziert, ein operativer Gewinn von mindestens 75 Millionen Euro an, ist die Aktie derzeit mit einer Marktkapitalisierung von rund 425 Millionen Euro unterbewertet - trotz einer Kursverdoppelung innerhalb der letzten zwölf Monate. Die Aktie ist auf Basis der jüngsten Quartalszahlen nur mit einem Buchwert von rund 1,3 bewertet. Das Unternehmen ist demnach an der Börse nur 30 Prozent mehr wert, als an Vermögenswerten in den Büchern steht. Bei diesen Aussichten scheint der Windkraftanlagen-Hersteller sogar für Wettbewerber oder strategische Investoren wie Siemens oder General Electric als Übernahmeziel interessant zu sein. Genug Rückenwind für zweistellige Kursnotierungen auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre.