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20.10.2021 Marion Schlegel

Überflieger-Aktie Sartorius rutscht ans DAX-Ende – jetzt verkaufen?

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Sartorius Vz.

Beim Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius laufen die Geschäfte weiter auf Hochtouren. Derzeit erlebt Sartorius einen wahren Bestellboom von Herstellern von Impfstoffen und Corona-Tests, an die Sartorius wichtiges Zubehör liefert. So verdiente das Unternehmen in den ersten neun Monaten deutlich mehr als im Vorjahr. Die Aktie rutscht am heutigen Mittwoch dennoch ab. Sie ist mit einem Minus von 2,3 Prozent der größte Verlierer des Tages im DAX.

Das Wachstumstempo bleibt hoch, auch wenn es sich im dritten Quartal etwas abgeschwächt hat. Die bereits zweimal erhöhten Ziele für 2021 bestätigte das erst jüngst in den Leitindex DAX aufgestiegene Unternehmen.

Sartorius Vz. (WKN: 716563)

Ein Händler sagte, der Auftragseingang lasse erkennen, dass die Wachstumsdynamik im dritten Quartal nicht höher gewesen sei als im ersten Halbjahr. Dies könnte belasten. Die Sartorius-Aktien hatten Anfang September mit fast 600 Euro ein Rekordhoch erreicht. Danach ließ der Schwung nach. Vom in der vergangenen Woche markierten Zwischentief bei etwas über 483 Euro haben sie sich zuletzt aber erholt.

In den ersten neun Monaten stieg der Auftragseingang im Jahresvergleich um gut zwei Drittel auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Dabei setzten die Niedersachsen gut 2,5 Milliarden Euro um, das waren währungsbereinigt gut 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zukäufe steuerten rund sechs Prozentpunkte zum Umsatzanstieg bei, der Wachstumsbeitrag aus dem Bereich der Entwicklung und Produktion von Impfstoffen sowie Corona-Tests habe sich auf etwa 21 Prozentpunkte belaufen.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte auf 866 Millionen Euro, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von gut 77 Prozent. Die entsprechende Marge erhöhte sich um 5,2 Prozentpunkte auf 34,3 Prozent. Analysten hatten mit etwas weniger Erlösen und einem geringeren Ergebnis gerechnet. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn von knapp 407 Millionen Euro und damit fast doppelt soviel wie ein Jahr zuvor.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz währungsbereinigt um rund 45 Prozent zulegen. Damit würde der DAX-Neuling noch deutlicher wachsen als im Vorjahr. 2020 waren die Erlöse wechselkursbereinigt um rund 30 Prozent auf etwas mehr als 2,3 Milliarden Euro geklettert. Allerdings hatten Anleger auf eine weitere Prognoseanhebung gehofft.

DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von Sartorius langfristig ganz klar zuversichtlich, kurzfristig könnte sich die Konsolidierung allerdings noch etwas fortsetzen. Anleger bleiben investieren, sicheren ihre Gewinne aber weiter mit einem Stopp bei 400,00 Euro nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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