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07.08.2020 Benedikt Kaufmann

Uber: Robust in der Krise – zumindest die Aktie!

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UBER TECH.

Uber hat Zahlen zum zweiten Quartal geliefert, welche die Erwartungen der Analysten zwar übertroffen haben – doch die Rückgänge bei Umsatz und ein hoher Verlust bremsen die Stimmung.

Uber hat inmitten der Corona-Krise einen weiteren hohen Verlust erlitten. Im zweiten Quartal fiel unter dem Strich ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar (1,5) an. Wegen hoher Kosten für den großen Börsengang hatte das Unternehmen vor einem Jahr sogar noch deutlich mehr Miese gemacht. Dennoch war das Quartal alles andere als positiv. Denn operativ erhöhten sich die Verluste.

Darüber hinaus sanken die Erlöse um 29 Prozent auf 2,24 Milliarden Dollar, da die Pandemie das Fahrdienstgeschäft kräftig ausbremste. Der Essenbringdienst Uber Eats verbuchte dank hoher Nachfrage während des Lockdown zwar weiter starkes Wachstum, das konnte die Bilanz aber nicht retten.

Im Großen und Ganzen fielen die Ergebnisse aus, wie von den Analysten erwartet. So wurde beim Umsatz die Erwartung von 2,18 Milliarden Dollar übertroffen – die Zahl der Erlöse bei den Fahrten war dagegen mit 3,05 deutlich niedriger als

Hier geht's zur Quartalsmitteilung von Uber

Die Analysten-Schätzungen vom Corona-bedingt starken Eats-Geschäft waren zu niedrig, was auf eine Unterbewertung der Corona-Situation führte und die Aktie im nachbörslichen Handel stützt. Nachbörslich geht es für die Aktie 2,6 Prozent nach unten.

Die Stabilität, welche die Uber-Aktie dadurch erhält, könnte jedoch nur kurzfristiger Natur sein. Es gilt daher für Aktionäre diesen Trend zu beobachten. Aktuell zieht Corona noch seine Kreise – es heißt also: Gewinne laufen lassen. Mittelfristig ist die Aktie jedoch stark abhängig vom künftigen Verlauf der Krise. Langfristig scheint das Risiko/Chance-Verhältnis wieder ausgeglichen – Autonomes Fahren lautet hier die große Zukunftsphantasie.