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17.05.2021 Carsten Kaletta

TUI: Es hat geklappt

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TUI

Reiseveranstalter wie TUI haben darauf gehofft, jetzt ist es Realität. Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Kanarischen Inseln aufgehoben. Damit zählt neben den Balearen eine weitere wichtige Urlaubsdestination in Spanien nicht mehr zu den Risikogebieten. Das könnte den Buchungen einen (weiteren) Schub geben – genauso der TUI-Aktie.

Die Aufhebung der Reisewarnung war erwartet worden, weil der Inzidenz-Wert der Inselgruppe nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums mit aktuell 41,9 Infizierten je 100.000 Einwohner seit sieben Tagen unter der kritischen Marke von 50 liegt, ab der ein Land oder eine Region vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft wird und das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausspricht. Hintergrund: Die Kanaren sind als Reiseziel wichtig für TUI. So hat diese Ganzjahres-Destination vor Corona mehr als zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht.

Faktisch ändert sich nach der am Donnerstag von der Bundesregierung geänderten Einreiseverordnung wenig. Denn nun müssen negativ auf Covid-19-Getestete sowie Geimpfte und Genesene nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet ohnehin nicht mehr in eine Quarantäne. Der Test ist bei einer Flugeinreise nach Deutschland vorgeschrieben.

Aber es könne sein, dass nun bei Urlaubsinteressierten eine "psychologische Hemmschwelle" entfalle, wenn die Bundesregierung nicht mehr explizit in ihren Reisehinweisen vor den Kanaren warnt, meint Finn Ackermann, Vertriebschef der spanischen Hotelkette Iberostar. Auch im Marketing könnte die Entscheidung helfen.

Die TUI-Aktie gewinnt vorbörslich rund ein Prozent und notiert bei 5,00 Euro.

TUI (WKN: TUAG00)

Es ist eine gute Nachricht, dass die beliebten Destinationen Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Co das durchaus buchungshemmende Etikett "Reisewarnung" verloren haben. So entfiel auf die atlantische Inselgruppe in der Vor-Corona-Zeit ein durchaus beträchtlicher Teil des Umsatzes. Kurzum: Anleger bleiben weiterhin an Bord und setzen auf höhere Kurse.

(Mit Material von dpa-AFX)

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