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10.07.2020 Maximilian Völkl

Siemens: So geht es jetzt weiter

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Siemens

Am Donnerstag haben die Siemens-Aktionäre wie erwartet für die Abspaltung von Siemens Energy gestimmt. Der DAX-Konzern kann die Planungen für das Spin-off damit nun weiter vorantreiben. Ende September soll die Trennung bereits über die Bühne gegangen sein. DER AKTIONÄR zeigt, wie es bei diesem Thema weitergeht.

Am 1. September findet ein Kapitalmarkttag statt. Dann wird Siemens wohl detaillierte Zahlen zu Siemens Energy präsentieren. Kurz darauf muss der Konzern den Börsenprospekt veröffentlichen, ehe Siemens Energy am 25. September an die Altaktionäre verteilt wird. Ab 28. September sollen die Aktien der Tochter dann an der Börse gehandelt werden können.

Siemens wird sich von 55 Prozent der Anteile an Siemens Energy trennen. Da der Konzern damit in die Minderheit geht, kann die Tochter entkonsolidiert werden. Der Börsengang erfolgt dabei über ein Spin-off. Das bedeutet: Es fließt kein Geld, sondern die Anteile werden den Altaktionären entsprechend ihrer Beteiligung an Siemens eingebucht.

Viele Indexfonds werden die Aktie dann verkaufen müssen, auch Siemens-Aktionäre, die Siemens wegen des Industriegeschäfts im Depot haben, werden sich von Siemens Energy trennen. Allerdings dürfte die Tochter selbst schnell in den MDAX aufsteigen – und könnte auch für Anleger spannend bleiben. Zum Vergleich: Uniper wurde einst auch als „Resterampe“ von E.on kritisiert, die Bewertung zum Börsengang war entsprechend niedrig. In der Folge konnte sich die Aktie eigenständig aber schnell mehr als verdoppeln.

Siemens (WKN: 723610)

Bei Siemens Energy muss man Details vor allem zur angestrebten Bewertung abwarten. Allerdings könnte die Aktie durchaus interessanter werden, als viele Anleger derzeit erwarten – zumal weite Teile des Geschäfts durchaus zukunftsfähig sind, auch wenn die Margen im Siemens-Konglomerat hinterherhinken.

Siemens dürfte von der Abspaltung ohnehin profitieren. Der Konglomeratsabschlag sollte sinken, der Margenmix wird dagegen steigen. Anleger bleiben beim DAX-Titel weiter an Bord.