03.04.2020 Michel Doepke

Roche-Partner Blueprint Medicines: Übernahmekandidat vor Top-Kaufsignal

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Blueprint Medicines

Der Corona-Crash hat auch den Biotech-Sektor mit nach unten gezogen. Für große Pharma- und Biotech-Unternehmen könnte in den kommenden Wochen und Monaten damit die Stunde für potenzielle Übernahmen mit einem teils ordentlichen Discount schlagen. Weit oben auf der Liste des AKTIONÄR rangiert unverändert Blueprint Medicines. Der jüngste Newsflow überzeugt.

So hat die Gesellschaft vor Kurzem ein Update zum wohl wichtigsten Blueprint-Projekt veröffentlicht. Pralsetinib, ein RET-Inhibitor, welcher sämtliche Krebsarten mit dieser Genmutation adressiert, zeigte überzeugende Ansprechraten bei Schilddrüsenkrebs. Blueprint Medicines plant darüber hinaus, einen Zulassungsantrag der Substanz im zweiten Quartal 2020 bei der FDA einzureichen. Für die Indikation nicht-kleinzelligen Lungenkrebs ist dies bereits erfolgt. Damit könnte Pralsetinib nach Avapritinib (Handelsname Ayvakit) das zweite Medikament des Biotech-Unternehmens auf dem Markt sein.

Pralsetinib müsste sich dann im Falle einer Zulassung mit dem RET-Inhibitor von Eli Lilly messen. Der Pharma-Riese hat sich den Zugriff auf den konkurrierenden Wirkstoff LOXO-292 durch die milliardenschwere Übernahme von Loxo Oncology gesichert.

Studiendaten erwartet

In Kürze dürfte es bei Blueprint Medicines wieder spannend werden. Für April erwartet der Markt Phase-3-Studiendaten zu Avapritinib in der Indikation Gastrointestinale Stromatumoren (GIST). Und auch aus der Partnerschaft mit Roche kann es jederzeit Neuigkeiten geben.

Blueprint Medicines (WKN: A14SDD)

Blueprint Medicines zählt zu den spannendsten Plattform-Biotech-Unternehmen im Forschungsbereich der Onkologie. Aktuell wird die Gesellschaft mit lediglich 3,2 Milliarden Dollar bewertet, größere Biotech- respektive Pharma-Unternehmen könnten Blueprint Medicines problemlos schlucken. Ausnahmslos risikobewusste Anleger gehen eine klein gehaltene Position auf den spannenden Player ein und spekulieren auf positive Studiendaten mit einem nachhaltigen Ausbruch über die Widerstandszone bei 60 Dollar.