22.01.2020 Norbert Sesselmann

Optionsscheinserie Teil 3: Startschuss für Ihren Optionsschein-Trade

Trendthema

Gekauft wird heute ein Call auf Visa, der Einsatz beträgt 250 Euro. Die Erfolgsformel ist einfach: Steigt die Aktie, machen Anleger einen Gewinn! Wer langfristig denkt, baut ein Vermögen auf – mit einem strategisch geführten Optionsscheindepot.

Fahrplan Optionsschein - Serie

1. Optionsschein und Vermögensaufbau – passt das?

2. KOCHREZEPT: So finden Sie selbst den „richtigen“ Optionsschein  

3. PRAXIS: 10 Trendfolge-Aktien + Optionsscheine = Maximalgewinn!

Ohne Fleiß kein Preis? Wer das glaubt, wird selig. Denn übermäßiger Fleiß zahlt sich an der Börse nur selten aus. Während Hobbybörsianer Herrmann Ziegler im Leben hart arbeiten musste, um es zu etwas zu bringen, gilt an der Börse vor allem eine Regel: Weniger ist mehr! Die Entscheidungen werden dadurch nicht schlechter, sondern im Gegenteil eher besser. Gerade an der Börse lohnt es sich, etwas auf Abstand zu gehen, um die Dinge klarer werden zu lassen.

Alles perfekt zu machen lohnt sich nicht. Oft reichen 20 Prozent des Einsatzes aus, um 80 Prozent Erfolg zu haben. An der Börse richtet mehr Aufwand sogar Schaden an. Oft geraten Anleger in einen zeitaufwendigen „Analysestrudel“, verzetteln sich in Kleinigkeiten und machen dadurch Leichtsinnsfehler, die Rendite kosten. Anleger sollten sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das Pareto-Prinzip gilt auch an anderen Stellen: Nur 20 Prozent der Aktien sind die Zugpferde in einem Index. Es gibt über 100 technische Indikatoren – für einen vernünftigen Ein- und Ausstieg reichen aber eine Handvoll aus. Das Pareto-Prinzip kommt beispielsweise im Börsendienst 800%-PLUS erfolgreich zur Anwendung und ist in dessen DNA tief verwurzelt.
Weniger ist mehr

Dummheiten meiden!

Die Gefahr, dass sich Anleger in der täglichen Informationsflut verzetteln, ist groß. So ging es auch Ziegler etliche Jahre lang: Mittlerweile hat er den Eindruck, dass jeden Tag eine neue „Börsensau“ durch das Dorf getrieben wird, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. „Alles nur Entertainment“, ist sich Ziegler sicher. Einmal ist es China, dann Trump, zwischendurch der Brexit – und was machen die Börsen? Sie steigen! Nicht jeden Tag, nicht jedes Jahr – aber langfristig. Und das ist, was für langfristigen Börsenerfolg zählt: Unwichtiges ignorieren, auf Wichtiges fokussieren. Seit Ziegler das verstanden hat, lebt er entspannter und seine Gewinne an der Börse sprudeln. Und das nachhaltig über Jahre.

Kaufe BMW – aber nicht die Aktie!

Im Grunde gibt es zwei entscheidende Fragen, auf die Anleger eine Antwort brauchen. Welche Aktie ist qualitativ hochwertig? Und wenn sie gut ist, kann ich sie jetzt, also heute, kaufen? Will beispielsweise ein Anleger eine Auto-Aktie kaufen, stellt sich die Frage, ob BMW oder Daimler die bessere Aktie ist. Eigentlich scheinen beide Unternehmen ja ziemlich gleich zu sein: Beide produzieren Qualitätsautos, haben eine lange Tradition und genießen weltweit einen guten Ruf.

Die Unterschiede in der Aktienkursentwicklung sind allerdings dramatisch. BMW hat sich in den letzten 20 Jahren sehr viel besser entwickelt als Daimler. Mit BMW haben Anleger seit 2000 selbst ohne reinvestierte Dividende über 200 Prozent verdienen können, mit Daimler steht dagegen ein Verlust von knapp 30 Prozent zu Buche. 

Wie lässt sich ein solch dramatischer Unterschied erklären und noch viel wichtiger: Wie lässt sich bereits bei der Kaufentscheidung feststellen, welche Aktie sich nach einem Kauf besser entwickeln wird? 

Anlegerregel 1: Schrott meiden

Haben beispielsweise Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis Aussagekraft? „Hören Sie mir auf, diese Kennzahl hat mich viel Lehrgeld gekostet“, resümiert Ziegler seine inzwischen 30-jährige Börsenkarriere. In der Praxis haben Aktien mit einem niedrigen KGV häufig fundamentale Probleme: Vermeintlich günstige Aktien fallen im Kurs oft noch weiter. „Qualität kostet eben Geld, gerade an der Börse“, weiß Ziegler heute.

Anlegerregel 2: Qualität kaufen

Umgekehrt sind Aktien mit scheinbar hohen KGVs von über 20 und mehr die besten Investitionen: Bei der MDAX-Aktie Rational lag das KGV in den letzten 20 Jahren dauerhaft über 20. Das Gewinnwachstum war zwar nie atemberaubend, aber konstant. Die Aktie von Rational zählt daher zu den besten Aktien in Deutschland. Knapp 2.000 Prozent gewann die Aktie seit 2000. Das Gleiche gilt übrigens für Zieglers Lieblingsaktie Visa: Ein chronisch hohes KGV wird begleitet von konstant steigenden Unternehmensgewinnen. Kontinuität wird belohnt, Kontinuität bietet Sicherheit und Sicherheit bedeutet Qualität: Seit seinem Einstieg 2000 freut sich Ziegler über eine Verzehnfachung.

Anlegerregel 3: „Kaufe nur, was du verstehst“

Zurück zu BMW und Daimler: Ziegler fährt für sein Leben gern BMW. Die Aktie des Autobauers meidet er trotzdem. Wa­rum? Weil es Alternativen gibt! Zieglers Devise lautet: „Ich kaufe nur, was ich verstehe!“ Das Geschäft von Autobauern ist ihm viel zu unübersichtlich, es gibt unter all den Herstellern schlicht zu viel zu vergleichen. Bei Visa ist die Sache für ihn klar: Für jede Kartenzahlung bekommt Visa einen kleinen, oft winzigen Betrag. Da Visa von sehr vielen Kunden überall auf der Welt genutzt wird, und das sehr häufig, kommen entsprechend viele Transaktionen und damit entsprechend viele Zahlungen zusammen: Ein Risiko entsteht Visa dadurch nicht, denn geht ein Kunde pleite, muss die Bank geradestehen, die die Karte ausgegeben hat. Was kann da in den nächsten 5, 10 oder 20 Jahren schon schiefgehen?

Mit dem 3-Phasen-Plan zum Vermögensaufbau

Stopp bringt Loss!

18 Prozent in drei Monaten, schier unglaubliche 20.000 Prozent seit 2000. Schaut man sich den Aktienkurs heute an, gleicht er einer Fahnenstange. Was sollen Anleger also tun? Stopps setzen? An Gewinnmitnahmen ist noch keiner gestorben. „Aber auch keiner reich geworden“, erwidert Ziegler. Das Problem ist nicht das Setzen eines Stopps, sondern das Danach: Was macht man, wenn die Lieblingsaktie wieder zu steigen beginnt, nachdem sie gerade erst ausgestoppt und somit verkauft wurde – zu welchem Kurs kauft man wann? Steigt man überhaupt wieder ein? Ist zu warten die bessere Option? In der Tat: Gewinnmitnahmen bringen niemanden um – aber zahlreiche Anleger schier um den Verstand! Für einen langfristigen Börsenerfolg sind Stopps daher nicht zwingend erforderlich.

Langfristig denken …

Visa ist eine Qualitätsaktie. Bei Qualitätsaktien gilt: „Jeder Tag ist ein Kauftag.“ Fahnenstange hin oder her. Einen Gewinnturbo gibt es aber nicht, wenn Anleger die Aktie kaufen, sondern nur beim dazu passenden Optionsschein. Aber aufgepasst: Aktien steigen in Impulsbewegungen, nie geradlinig. Nach jedem starken Aufwärtsimpuls folgt ein etwas schwächerer Abwärtsimpuls. Diese Phasen dauern drei bis fünf Monate: mal länger, mal kürzer. Beim Einstieg in einen Schein ist es daher optimal, vor oder während eines Aufwärtsimpulses zu investieren. Bei Visa gibt es aktuell einen solchen Impuls. Ob dieser schon bald endet, kann allerdings niemand sagen.

… langfristig handeln!

Ziegler ist schmerzfrei. Da er in den nächsten Wochen nicht viel Zeit hat, kauft er den Call schon jetzt. Er ist sich sicher, dass die Aktie in einem Jahr höher stehen wird als heute – Korrekturen hin oder her. Über 1.900 Call-Optionsscheine gibt es aktuell auf Visa. Früher hat Ziegler „auf gut Glück“ einen Optionsschein genommen – ziemlich erfolglos. Häufig stieg die Aktie, der Call aber, der eigentlich von steigenden Kursen profitieren sollte, hat verloren. Der Grund: Ziegler hatte den falschen Schein gewählt. Mittlerweile nutzt er zur Bestimmung des „richtigen“ Optionsscheins das AKTIONÄR-Kochrezept.

Machen Sie es wie Ziegler – aber besser!

Anleger können den Call-Optionsschein GB33HC auf Visa für 250 Euro kaufen (Gewinn-Verlust-Szenario siehe Box oben) oder Sie warten mit dem Kauf. Auch im Börsendienst 800%-PLUS-Strategie wird Visa gekauft: nicht heute, sondern im Laufe der nächsten vier Wochen. Erst muss eine Korrekturbewegung erfolgen und in dieser Bewegung wird dann eingestiegen. Welcher Schein dann gekauft wird? Das 10-Minuten-Kochrezept des AKTIONÄR liefert die Antwort!

Buchtipp: Optionsgewinne mit System

Sein Buch „Optionsstrategien für die Praxis“ ist das Standardwerk der Optionshändler. Der Bestseller erscheint inzwischen in der 4. Auflage. Mittlerweile begeistern sich in Deutschland immer mehr Anleger für Optionen und die Möglichkeiten, mit durchdachten Strategien das Risiko teilweise auszuschalten und planvoll Geld an der Börse zu verdienen. Für diesen Kreis legt Jens Rabe nun ein neues Buch vor: „Optionsgewinnen mit System“ vermittelt das grundlegende Wissen, das alle Anleger vor ihrem ersten Optionstrade verinnerlicht haben sollten, und stellt eine elementare Strategie vor, mit der Profis rund um den Globus ihr Geld verdienen. Die geschickte Kombination von Optionen und Dividenden ist für kundige Anleger bares Geld wert. In diesem Buch teilt Jens Rabe sein Wissen.

Autoren: Rabe, Jens
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 29.02.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-622-6