26.06.2011 Norbert Sesselmann

Nordex: Bald Gewinne am laufenden Band?

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Henry Ford lässt grüßen: Als einer der erster Windanlagenbauer führt Nordex die Fließband-Fertigung ein. Wann gibt es für die Aktionäre Gewinne am laufenden Band?

Der Rostocker Windanlagenbauer führt als eines der ersten Unternehmen der Branche die Fließband-Fertigung ein. „Die Arbeitszeit für ein Windrad ist damit um 50 Prozent gesunken", sagt Marc Sielemann, Produktionsvorstand bei Nordex. Bislang wurden die Teile der Turbinenhäuser einzeln zusammengebaut - wie in einem Handwerksbetrieb.

Großauftrag aus Amerika

Zuletzt machte Nordex mit einem Großauftrag auf sich aufmerksam. Der Windanlagenhersteller baut zusammen mit dem Partner Way Wind einen 120-Megawatt-Windpark im US-Bundesstaat Nebraska. Die 48 N100-Anlagen werden aller Voraussicht nach bis 2013 errichtet. Die Zustimmung durch die Behörden steht noch aus. Die Wahrscheinlichkeit für eine Genehmigung ist jedoch hoch.

Antizyklisch investieren

Trotz anziehenden Neugeschäfts läuft es noch nicht so richtig rund für Nordex. 2010 musste der Windanlagenhersteller einen Umsatzrückgang von 20 Prozent hinnehmen. Das EBIT blieb mit rund 40 Millionen Euro stabil. Das mit 500-Millionen-Euro bewertete Unternehmen kann im nächsten Jahr mit steigenden Gewinnen rechnen. Für Hartgesottene sollte sich aber schon heute ein Einstieg auszahlen. Aufgrund der guten Zukunftsaussichten für die nächsten Jahre sind zweistellige Kurse keinesfalls unrealistisch.