7 Chancen auf 111 Prozent
20.10.2020 Andreas Deutsch

Netflix vor den Zahlen – Analyst warnt schon jetzt

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Netflix

Stunde der Wahrheit für Netflix: Der Streaming-Anbieter präsentiert am Dienstagabend (22:15 Uhr MEZ) seine Zahlen für das dritte Quartal. Einige Experten haben Vorschusslorbeeren verteilt, doch Medienanalyst Alex DeGroote (DeGroote Consulting) ist skeptisch. Die glorreichen Zeiten könnten für Netflix bald vorbei sein.

„Für mich ist Netflix eine Aktie, die man meiden sollte, sobald es einen Impfstoff gibt und die Beschränkungen des täglichen Lebens nachlassen“, so DeGroote im Gespräch mit CNBC. Netflix profitiere derzeit stark davon, dass die Menschen zu Hause seien und sich die Zeit mit Streamen vertreiben würden. Diese Phase gehe irgendwann zu Ende.

Ein Problem für Netflix sei auch der harte Wettbewerb. „Als Faustregel gilt, dass ein durchschnittlicher Haushalt etwa drei Abonnementdienste in Anspruch nehmen wird. Nun haben wir aber acht Videostreaming-Dienste, die um Kunden buhlen. Das Budget der meisten Nutzer reicht dafür aber nicht aus.“

Laut dem Experten könnte es bereits im kommenden Jahr schwierig werden für einzelne Player. „Dann könnte es zu Fusionen und Übernahmen kommen. Manche könnten auch aufgeben."

Für Netflix sähe es kurzfristig aber gut aus: „Das Unternehmen hat die Prognose für das dritte Quartal recht geschickt konservativ gehalten“, so DeGroote. „Die Zahl von zweieinhalb Millionen Neukunden sollte Netflix übertroffen haben.“

Das sieht Heath Terry, Analyst von Goldman Sachs, genauso. „Netflix dürfte deutlich besser abschneiden, als Unternehmen und Markt erwarten“, so Terry. „Selbst wenn zudem das Management weiterhin konservative Schätzungen zur Geschäftsentwicklung abgeben werde, seien die Marktprognosen für das vierte Quartal und darüber hinaus zu gering.“

Terry lässt Netflix auf der „Conviction Buy List“ für besonders aussichtsreiche Aktien. Sein Kursziel hat er von 600 auf 670 Dollar erhöht.

Netflix (WKN: 552484)

Auch DER AKTIONÄR hält die Prognose von Netflix für den Rest des Jahres für zu konservativ, sodass die Zahlen der Aktie einen ordentlichen Push geben könnten. Mutige können darauf mit dem Call-Optionsschein der Unicredit mit der WKN HX6YTG spekulieren.