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05.03.2021 Marion Schlegel

Nach BioNTech und Moderna: Jetzt also doch

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BioNTech

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält den Covid-19-Impstoff von Astrazeneca für ebenso gut wie die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna. Allerdings würden für den Vektorimpfstoff mehr Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet als für die beiden mRNA-Impfstoffe, berichtete das Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Sicherheitsbericht.

Die Melderate unerwünschter Reaktionen sei bei Astrazeneca "vergleichsweise höher", berichtete das PEI. Daraus könne aber "nicht zwangsläufig auf eine höhere Reaktogenität des Impfstoffes geschlossen werden, da die erhöhte Melderate auch mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit für den Impfstoff und den unterschiedlichen Altersgruppen der geimpften Personen zusammenhängen könnte".

Astrazeneca (WKN: 886455)

Zudem seien viele Meldungen als "gefühlt schwerwiegend" gemeldet worden, obwohl es sich beispielsweise nur um vorübergehendes Fieber gehandelt habe. In Großbritannien etwa gibt es dem PEI zufolge keinen großen Unterschied bei den gemeldeten Nebenwirkungen der unterschiedlichen Impfstoffe.

Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nun auch für Menschen ab 65 Jahren empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) teilte am Donnerstag in Berlin vorab mit, die Impfung mit dem Mittel "für alle Altersgruppen, entsprechend der Zulassung zu empfehlen". Ende Januar hatte die Stiko den Impfstoff zunächst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen.

Die ursprüngliche Empfehlung, den Impfstoff nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren zu verabreichen, hatte mit fehlenden Studiendaten zur Wirkung bei Älteren zu tun. Eine Überprüfung hatte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens kürzlich angekündigt – und betont, nie den Impfstoff an sich kritisiert zu haben. Es sei immer nur um die zunächst dünne Datenlage gegangen.

Die Stiko erklärte, nun neue Daten analysiert und bewertet zu haben. Darin sei die Wirksamkeit eindrücklich belegt worden: beim Verhindern von Erkrankungen und insbesondere beim Verhindern schwerer Verläufe. Die Erkenntnisse kommen aus England und Schottland, wo das Präparat in der Breite eingesetzt wird.

Die Aktie von Astrazeneca kommt weiterhin nicht ins Laufen: Hier gilt: Position mit einem Stopp bei 75 Euro nach unten absichern. Die Aktie von BioNTech hat DER AKTIONÄR im Herbst 2019 bei 11,70 Euro zum Kauf empfohlen. Seitdem hat sich das Papier vervielfacht. Derzeit durchläuft das Papier eine ausgedehnte Korrekturbewegung. Langfristig erhofft sich DER AKTIONÄR aber noch einiges – auch über Corona hinaus. Restposition weiter laufen lassen. Auch bei Moderna bleibt DER AKTIONÄR langfristig zuversichtlich.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

(Mit Material von dpa-AFX)

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