15.11.2019 Thorsten Küfner

Mowi-Aktie kräftig unter Druck: Das ist der Grund

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Mowi
Trendthema

Die Aktie des weltgrößten Zuchtlachsproduzenten Mowi ist im gestrigen Handel erheblich unter Druck geraten. Eine Meldung aus den USA sorgte für einen Kursrückgang von fünf Prozent innerhalb kurzer Zeit.

Demnach wollen nun auch die Vereinigten Staaten ein Verfahren über eine mögliche Kartellbildung verschiedener Lachshersteller wie etwa Mowi, Salmar oder Grieg Seafood eröffnen. Bereits im Februar hatte die Europäische Kommission mehrere Niederlassungen dieser Firmen durchsucht, um Hinweise auf verbotene Absprachen zu finden.

Mowi, Salmar und Grieg erklärten daraufhin, dass sie keine Grundlage für derartige Anschuldigungen sehen. Dasselbe wurde nun nach der gestrigen Meldung wiederholt. Den Aktienkursen half diese Erklärung bisher noch nicht.

Es dürfte nun spannend werden, wie es in diesem Fall weitergeht. Es ist durchaus möglich, dass die beteiligten Firmen – sollten ihnen rechtswidrige Absprachen nachgewiesen werden – eine saftige Strafe zu bezahlen haben. Mittel- bis langfristig größere Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung sollte dies aber nicht haben.

Mowi (WKN: 924848)

Probleme in Kanada, ISA-Fälle in Norwegen und nun auch noch diese Meldung: Die See wird zunehmend rauer für Mowi. Dennoch ist die Aktie des Weltmarktführers langfristig betrachtet attraktiv. Anleger können weiterhin an Bord bleiben, Der Stopp sollte bei 16,80 Euro belassen werden.