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04.03.2021 Marion Schlegel

Merck KGaA mit Zahlen: Mehr Dividende – das sagt der Konzernchef

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Merck

Ein in der Corona-Pandemie brummendes Laborgeschäft hat den Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA im vergangenen Jahr angetrieben. Der Konzern profitierte in dem Geschäftsbereich vor allem von der hohen Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen für die Arzneimittelherstellung – auch im Zusammenhang mit Covid-19. "Das Jahr 2020 war geprägt von beispiellosen Turbulenzen", sagte der scheidende Konzernchef Stefan Oschmann laut Mitteilung am Donnerstag in Darmstadt. "Wir haben aber auch unter Pandemiebedingungen unsere Strategie konsequent weiter umgesetzt und ein wirklich hervorragendes Geschäftsergebnis erzielt."

Merck (WKN: 659990)

So stiegen die Erlöse des Konzerns im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro, wobei zum Wachstum im Schlussquartal alle drei Geschäftsbereiche beitrugen. Damit übertraf Merck die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 18,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Für den starken Anstieg war auch eine bereits im Jahresverlauf erfolgte Auflösung aus Rückstellungen verantwortlich, nachdem Merck einen Patentstreit mit dem US-Konzern Biogen gewonnen hatte. Nach Steuern stieg der Gewinn um gut die Hälfte auf fast zwei Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine auf 1,40 (Vorjahr: 1,30) Euro erhöhte Dividende erhalten.

Im neuen Geschäftsjahr rechnet der Konzern damit, dass sich die im zweiten Halbjahr 2020 eingesetzte Erholung seiner Geschäfte von der Pandemie fortsetzen wird, wie Merck am Donnerstag in Darmstadt mitteilte. Das Management um den scheidenden Konzernchef Stefan Oschmann stellt daher für 2021 ein starkes organisches Umsatzwachstum in Aussicht.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) soll 2021 aus eigener Kraft im hohen einstelligen bis niedrigen Zehnerprozentbereich wachsen. Unter Berücksichtigung des Beitrags aus aufgelösten Rückstellungen im Jahr 2020 geht Merck beim bereinigten Ebitda von einem leichten bis moderaten Plus aus.

Die Aktie reagiert am frühen Morgen im einen allgemeinen schwachen Börsenumfeld am heutigen Donnerstag auf der Handelsplattform Tradegate mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 130,65 Euro. Damit setzt die Aktie ihre im Januar gestartete Korrekturbewegung fort. Eine wichtige Unterstützung stellt die 200-Tage-Linie dar. In den Monaten zuvor hatte das Papier aber auch eine beeindruckende Rallye hingelegt. DER AKTIONÄR hat die Aktie von Merck im Mai 2020 bei 103,50 Euro zum Kauf empfohlen. Weiter dabeibleiben!

(Mit Material von dpa-AFX)