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24.05.2020 Andreas Deutsch

McDonald's hilft – aber der Weg wird noch sehr hart

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McDonald's

McDonald's verzichtet in der Corona-Krise auf einen Teil der Zahlungen seiner Restaurantbetreiber in Deutschland. Ihnen wurden die Pacht- und Franchisegebühren für März und April gestundet, ein Teil der Miete auch erlassen, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Zudem plant der Burgerbrater eine Werbeoffensive.

Hintergrund sei, dass von Montag an wieder in allen Bundesländern auch die Innenräume der Schnellrestaurants genutzt werden können, sagte ein McDonald’s-Sprecher am Freitag.

Die meisten der 1.480 McDonald's-Restaurants in Deutschland werden von rund 200 Franchisenehmern betrieben. Dem Bericht zufolge verzichtet das Unternehmen nun vorübergehend auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Über zusätzliche Hilfen solle im Einzelfall entschieden werden.

In der Krise hatte McDonald's versucht, möglichst viel über die Drive-In-Schalter zu verkaufen. Den Wegfall in den Innenräumen habe man damit aber bei weitem nicht kompensieren können, sagte Deutschland-Chef Holger Beeck dem Blatt.

McDonald's (WKN: 856958)

Auch wenn die Innenräume wieder öffnen dürfen, wird es wohl noch sehr lange dauern, bis die Gastronomie wieder Normalität erlebt. Vorfälle wie in Leer, wo mehrere Menschen nach einem Restaurantbesuch positiv auf das Coronavirus getestet wurden, dürften vielen Kunden die Lust aufs Essengehen verderben. Vorteil von McDonald’s gegenüber fast allen anderen Restaurants: Big M ist eine amerikanische Institution, ein Unternehmen, das 200.000 Mitarbeiter beschäftigt. Einen solchen Konzern wird die US-Regierung höchstwahrscheinlich niemals pleitegehen lassen. Vielmehr wird McDonald’s in der Post-Corona-Zeit noch stärker sein, weil viele Konkurrenten (allein in den USA steht jedes vierte Restaurant vor dem Aus) verschwunden sein werden. Anleger mit einem langen Atem bleiben investiert. 

(Mit Material von dpa-AFX)