02.04.2020 Marion Schlegel

Lufthansa und Airbus nach dem Ausverkauf: Das ist jetzt wichtig!

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Deutsche Lufthansa

Im weiter wackeligen Gesamtmarkt präsentieren sich die Vortagesverlierer Airbus und auch die Lufthansa am Donnerstagvormittag etwas erholt. Dabei gibt es eigentlich nur für Airbus-Anleger angesichts einer aktuellen UBS-Branchenstudie zum Luftfahrtsektor einen kleinen Stimmungsaufheller. Darin stampft die Analystin Celine Fornaro zwar ihre Wachstumsschätzungen für den globalen Flugverkehr und auch ihre Gewinnschätzungen für die Unternehmen deutlich ein. Für Airbus bleibt sie aber bei ihrer Kaufempfehlung und signalisiert mit ihrem Ziel von 100 Euro aktuell gut 86 Prozent Erholungspotenzial. Zuvor lag das Kursziel der Schweizer Großbank allerdings noch bei 140 Euro. Fornaro sieht den Airbus-Konzern aber besser durch die Krise manövrieren als seine Wettbewerber.

Airbus (WKN: 938914)

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat derweil die Aktie der Lufthansa erneut genauer unter die Lupe genommen. Sie hat die Aktie von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 15,45 auf 10,26 Euro gesenkt. Analyst Neil Glynn verwies in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie auf den hohen Liquiditätsbedarf der Airline, um durch die Covid-19-Krise zu kommen.

Mit Johannes Braun von Mainfirst rät derweil ein weiterer Experte sogar zum Verkauf der Lufthansa-Aktie, die am Vortag bereits auf ein neues Krisentief abgesackt war. Er sieht war keine Existenzrisiken, nach der Krise bedürfe es aber wohl einer Kapitalerhöhung, um die Bilanz zu reparieren.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Sowohl bei der Aktie der Lufthansa als auch der Airbus-Aktie gilt es nun, das aktuelle Niveau zu verteidigen. Die Lufthansa-Aktie war zuletzt bereits kurzzeitig unter das bisherige Korrekturtief abgerutscht, konnte sich aber wieder stabilisieren. Airbus hat noch etwas Puffer zum Korrekturtief. Langfristig bleibt DER AKTIONÄR bei beiden Werten zuversichtlich. Bei Airbus können mutige, langfristig orientierte Anleger das aktuell sehr niedrige Niveau zum Einstieg nutzen.

Mit Material von dpa-AFX