22.11.2019 Thorsten Küfner

Lufthansa: Ein wichtiger Vorstoß

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Deutsche Lufthansa
Trendthema

Nach der beeindruckenden Aufholjagd seit August verharrt die Aktie der Lufthansa auch im heutigen Handel weiterhin im – rein charttechnisch betrachtet durchaus gesunden – Konsolidierungsmodus. Indes gab es heute eine weitere wichtige Meldung.

So hat die Lufthansa im Tarifkonflikt mit der Kabinengewerkschaft Ufo ein Signal des Entgegenkommens gesetzt. Am kommenden Montag werde man die beim Hessischen Landesarbeitsgericht anhängige Statusklage zurücknehmen, kündigte das Unternehmen heute an. In dem Verfahren sollte im April die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo überprüft werden, die seit 2002 im Lufthansa-Konzern für Flugbegleiter Tarifverträge abschließt.

"Wir wollen damit ein Signal der Deeskalation senden und Lösungsräume in einer schwierigen, festgefahrenen Situation eröffnen. Vor allem im Interesse unserer Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter brauchen wir konkrete Ergebnisse für drängende Themen. Dies lässt sich nur im Dialog erreichen", erklärte Vorstandsmitglied Detlef Kayser.

Die Rücknahme der Klage war schon Teil einer bereits erreichten Verständigung, die aber in dieser Woche wieder vom Tisch genommen worden ist. Ufo hat mit unbefristeten Streiks zur Vorweihnachtszeit gedroht, nachdem zuvor das Unternehmen von der Schlichtungsvereinbarung zurückgetreten war.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor gut zwei Wochen rund 1.500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Es besteht nach wie vor die Hoffnung, dass weitere Streiks doch abgewendet werden können. Dennoch bleibt die Aktie der Anleger nichts für Anleger mit einem schwachen Nervenkostüm. Wer jedoch Mut hat, kann sich die günstig bewerteten DAX-Titel ins Depot legen (Stoppkurs: 13,40 Euro). 

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.