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16.07.2020 Marion Schlegel

Drägerwerk dreht weiter auf – das ist stark

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Drägerwerk Vz.

Die Aktie des Medizin- und Sicherheitstechnikkonzerns Drägerwerk nimmt derzeit wieder ordentlich Fahrt auf. Erst hatte der Konzern in dieser Woche besser als erwartete Quartalszahlen vorgelegt, jetzt beflügelt die Nachricht, dass die Produktionskapazitäten für Schutzmasken erhöht werden sollen. Die Aktie legt bei Xetra weitere 0,7 Prozent auf 87,40 Euro zu.

Neben der Erweiterung der Produktionskapazität für Schutzmasken baut das Unternehmen zudem in Großbritannien eine Produktion für die Lieferung von Atemschutzmasken für die britische Regierung auf, teilte Drägerwerk am Donnerstag mit. Da der Konzern im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie den Zuschlag für die Lieferung von FFP3-Masken erhalten habe, werde er eine entsprechende Maskenproduktion aufbauen, hieß es weiter. Die Lieferung soll 2020 beginnen und sich bis Ende 2021 erstrecken. Drägerwerk erwartet sich daraus einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro.

Drägerwerk Vz. (WKN: 555063)

Die Produktion in Großbritannien soll zusätzlich zu dem bereits bestehenden Produktionsverbund in Schweden und Südafrika sowie den ebenfalls neuen Standorten in Frankreich und den USA erfolgen. Für die Erweiterung der dann fünf Produktionsstandorte rechnet Drägerwerk im Geschäftsjahr 2020 mit Investitionen in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags.

Drägerwerk hat nach einem coronabedingt glänzend verlaufenen zweiten Quartal die Jahresprognose erhöht. Der Umsatz dürfte im Vergleich zum Vorjahr nun um 14 bis 22 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Lübeck mit. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) soll zwischen 7 und 11 Prozent liegen. Bislang hatte das Unternehmen lediglich die "Chance" für ein deutlich höheres Umsatz- und Ergebnisniveau in Aussicht gestellt.

DER AKTIONÄR hatte vor einigen Wochen empfohlen, bei 68 Euro ein Abstauberlimit zu legen. Anleger, die das Limit länger laufen haben lassen und hier zum Zuge gekommen sind, können sich freuen. Aus charttechnischer Sicht könnte das Papier nun durchaus in Richtung der 100-Euro-Marke marschieren.

(Mit Material von dpa-AFX)