17.10.2019 Michel Doepke

IBM-Aktie bricht nach Q3-Zahlen ein – und jetzt?

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IBM
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IBM hat angesichts des anhaltend schwachen IT-Kerngeschäfts erneut Geschäftseinbußen verkraften müssen. Im dritten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um vier Prozent auf 18,0 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft brach um 38 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar ein.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse brach die Aktie zeitweise um bis zu sechs Prozent ein. IBM steckt schon länger in einem tiefgreifenden Konzernwandel, der bislang noch nicht die erhofften Erfolge brachte. Das IT-Urgestein setzt auf neue Geschäftsbereiche wie Cloud-Dienste, Datenanalyse und künstliche Intelligenz und verbucht hier teilweise auch starkes Wachstum. Das reicht jedoch nicht, um die Probleme in der klassischen Hardware-Sparte mit Servern und Großrechnern zu kompensieren.

Übernahme von Red Hat im Fokus

Im Fokus des Geschäftsberichts standen diesmal auch die Zahlen des Zukaufs Red Hat, die bisher größte Übernahme von IBM. Für die auf das Betriebssystem Linux spezialisierte US-Software-Firma hatte IBM im vergangenen Jahr 34 Milliarden Dollar hingelegt, nun tauchten die Ergebnisse erstmals in der Konzernbilanz auf. Red Hat machte ein Umsatzplus von 19 Prozent, verursachte aber auch hohe Kosten, die am Gewinn zehrten.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kunden IBM und Red Hat als starke Kombination betrachten."

IBM-Chefin Ginni Rometty

Red Hat war vor 25 Jahren mit einer eigenen Variante des Open-Source-Betriebssystems Linux gestartet, die vor allem auf Servercomputern verwendet wird. Heute entfällt der meiste Umsatz auf das Softwarepaket und Serviceangebot Red Hat Enterprise Linux sowie andere Technik, die häufig in Rechenzentren eingesetzt wird.

IBM (WKN: 851399)

IBM hat sich im dritten Quartal nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Investierte Anleger bleiben vorerst dabei und sichern die Position mit einem Stopp bei 113,00 Euro nach unten ab.