15.07.2019 Maximilian Völkl

General Electric: Ist die Luft jetzt raus?

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GE
Trendthema

Die Erholung bei General Electric ist zuletzt ins Stocken geraten. Seit Monaten pendelt die Aktie der US-Industrieikone rund um die 10-Dollar-Marke. Ein Ende der Konsolidierung ist derzeit nicht in Sicht. Am Montag kommt die Aktie vielmehr wieder unter Druck. Ursache ist eine eher pessimistische Studie der UBS.

Nach der Outperformance zu Jahresbeginn sei es für GE weiter Zeit, „durchzuatmen“, so UBS-Analyst Damian Karas. Er reduzierte seine Schätzung für den industriellen Cash Flow auf -1,5 Milliarden Dollar und erwartet, dass im zweiten Quartal ein bis zwei Milliarden Dollar verbrannt werden. Karas strich deshalb seine Kaufempfehlung und senkte das Kursziel von 13,00 auf 11,50 Dollar.

Geduld gefragt

Der neue Chef Larry Culp, der seit vergangenem Oktober im Amt ist, lässt bei GE keinen Stein auf dem anderen. Die Bilanzprobleme, den schwachen Cash Flow oder die Probleme in der Kraftwerkssparte kann aber auch er nicht von einem Tag auf den anderen lösen. Der Umbau der Ikone nimmt deshalb viel Zeit in Anspruch – und erfordert viel Geduld von den Anlegern.

Doch mit Sparten wie der Medizintechnik oder der Luftfahrt hat GE noch immer sehr werthaltige Assets im Konzernverbund. Gelingt die Stärkung der Bilanz, dürfte GE auch das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Und dann sind auch wieder deutlich höhere Kurse bei der Aktie drin.

GE (WKN: 851144)

DER AKTIONÄR ist seit Anfang des Jahres wieder auf der Long-Seite bei GE. Das Chance-Risiko-Verhältnis stimmt. Anleger sollten die Gewinne laufen lassen. Allerdings sollten nur Mutige zuschlagen, denn Rückschläge gibt es aufgrund der Altlasten immer wieder.