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03.07.2020 Pierre Kiren

Fraport: So will der Konzern die Krisenzeit überstehen

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Fraport

Die Stimmung beim Frankfurter Flughafenbetreiber bleibt getrübt. Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will Fraport die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. Das sagte Fraport-CEO Stefan Schulte in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. Für Analysten drängt sich weiterhin der Einstieg nicht auf.

"Gemessen an den Passagierzahlen haben wir vereinfacht gesagt für die Hälfte der Belegschaft noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung", sagte Flughafenchef Stefan Schulte in der Wirtschaftswoche.

Seine Forderung lautet daher klipp und klar: Eine Verlängerung der Kurzarbeit von derzeit bis März bis mindestens in den Sommer 2022.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte zwischenzeitlich rund 18.000 der 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, teilweise auch nur anteilig. Vor allem für die Abfertigung von Passagiermaschinen wird am größten deutschen Flughafen derzeit deutlich weniger Personal benötigt als vor der Pandemie. In einzelnen Bereichen wie der Fracht gibt es aber auch mehr Arbeit als zuvor.

Berenberg senkt Kursziel

Derweil hat die Privatbank Berenberg das Kursziel für Fraport von 47 auf 39 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Über die nächsten zwei Jahre dürften im Zuge einer schnelleren und nachhaltigeren Verkehrserholung vor allem Flughäfen mit einem höheren Anteil an Freizeitpassagieren und einem nur geringen Anteil an Business-Verkehr im Vorteil sein. Der spanische Wettbewerber Aena hat diesbezüglich den besten Mix. Fraport dagegen hat einen recht hohen Anteil an Geschäftsreisenden.

Fraport (WKN: 577330)

Die momentane Situation im Luftverkehr bleibt schwierig. Charttechnisch ist die Aktie wieder ins Niemandsland gefallen. Für eine nachhaltige Erholungsbewegung bedarf es stärkerer Impulse. Anleger sollten bis dahin an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)