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23.07.2021 Fabian Strebin

Facebook schießt auf neues Rekordhoch vor Zahlen: Das sind die Gründe

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Facebook

Facebook führt heute den NASDAQ-Technologie-Index mit satten sechs Prozent Plus an und markiert dabei auch gleich ein frisches Allzeithoch. Nachdem die Konkurrenten Twitter und Snap bereits gestern ihre Zahlen vorgelegt haben, überarbeiten die Analysten nun teilweise ihre Schätzungen für Facebook. Denn diese sind offenbar zu konservativ. Die Credit Suisse prescht bereits vor.

Facebook meldet zwar erst nächste Woche am Mittwoch Zahlen für das abgelaufene Quartal, aber viele Experten wurden offenbar von dem guten Abschneiden der Wettbewerber Twitter und Snap gestern auf dem falschen Fuß erwischt. Deshalb kann sich die Aktie heute mit einem satten Plus an die Spitze des NASDAQ-Index schieben, während die Experten ihre Schätzungen bereits überarbeiten.

Kräftige Kurszielanhebung

Die Schweizer Credit Suisse hat ihr Kursziel für die Facebook-Aktie von 400 auf 480 Dollar angehoben und damit auf ein neues Hoch unter den Analysten. Die Experten erklärten, dass sie für die Produktangebote des Unternehmens im Hinblick auf die nächste Woche anstehenden Gewinne optimistisch sind.

Hohes Monetarisierungspotenzial

„Wir behalten unser Outperform-Rating aufgrund folgender Faktoren bei: Potenzial für ein über den Erwartungen liegendes Wachstum der Werbeeinnahmen aufgrund von Produktinnovationen, die Analysten-Modelle sind zu konservativ und unterschätzen das langfristige Monetarisierungspotenzial anderer Milliarden-Nutzer-Eigenschaften wie Messenger und WhatsApp sowie die Möglichkeit eines schnelleren Cashflow-Wachstums aufgrund einer größeren Effizienz bei den Kosten für das Screening von Inhalten/Sicherheit." Das schreiben die Experten in einer Studie

Facebook (WKN: A1JWVX)

Die Aktie von Facebook notiert nun im Intraday mit 375,33 Dollar auf einem neuen Rekordhoch. Charttechnisch ist das eine gute Sache, wer noch nicht investiert ist, kann vor Zahlen daher noch zugreifen. Alle anderen lassen ihre Gewinne laufen. Der Tech-Konzern gehört auf jeden Fall zu den Profiteuren der Post-Corona-Zeit.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.
Die Facebook-Gefahr

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2