Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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17.02.2021 Laurenz Föhn

Exasol: Kursrutsch – das sind die Gründe

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EXASOL

Die Aktie des Softwareanbieters Exasol hat sich seit dem Börsengang im Mai 2020 prächtig entwickelt und stieg in der Spitze um 200 Prozent. Heute sorgte jedoch eine Analysten-Abstufung für Ernüchterung. Das sollten Anleger jetzt beachten.

Die Analysten der Privatbank Hauck & Aufhäuser haben die Exasol-Aktie von Buy auf Hold abgestuft, aber das Kursziel von 25 auf 27 Euro erhöht. Der Studie zufolge sei das beschleunigte Wachstum des Datenbankspezialisten aus Nürnberg im Kurs eingepreist.

Im ersten Quartal 2021 rechnen die Analysten aufgrund des verlängerten Lockdowns und konjunkturellen Gegenwinds mit Störungen im Entscheidungsfindungsprozess bei einigen potenziellen Kunden von Exasol. Die Schätzungen für die jährlichen wiederkehrenden Umsätzen hat Hauck & Aufhäuser nach unten korrigiert, weil frühere Erwartungen für den US-Markt bereits zu aggressiv erschienen.

Günstigere Bewertung und gefragte Technologie

Auch wenn es stimmen sollte, dass die Erlöse im US-Markt unter den Erwartungen ausfallen, so ist Exasol im Vergleich zur Peer-Group günstiger bewertet. Beispielwiese wird Snowflake mit einem 2021er-KUV von 82,5 bewertet, wohingegen Exasol auf ein 2021er-KUV von 15,8 kommt.

Das Besondere an Exasol ist zudem, dass die zugrundeliegende Technologie eine viel schnellere Analyse ermöglicht als vergleichbare Produkte von Wettbewerbern. Damit hat Exasol beste Chancen in diesem wettbewerbsintensiven Markt zu bestehen und weitere Marktanteile hinzuzugewinnen.

EXASOL (WKN: A0LR9G)

Investoren, die der AKTIONÄR-Empfehlung im Mai 2020 folgten, sind trotz des Kursrückgangs noch 35 Prozent im Plus. Nach der heutigen Abstufung gibt es Raum für positive Überraschungen, wenn Exasol am 23. Februar die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 vorstellt. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen und sichern die Position mit einem Stopp bei 21,50 Euro ab.