Nach einem Rekordauftrag ist INIT mit einem Rekordquartal in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Wachstumstreiber war auch die planmäßige Umsetzung der Ticketingprojekte in Atlanta und Houston. Beide Städte gehören zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und verfügen über hochfrequentierte Nahverkehrssysteme mit täglich Millionen Fahrgästen. Passend dazu ist die Aktie des Telematik-Spezialisten zuletzt auf ein neues Rekordhoch gestiegen.
Der Telematik-Spezialist INIT hat Rekordergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt: Der Umsatz stieg um 40 Prozent, während sich das EBIT mehr als verdreifachte. Die Details gibt es hier.
Im Anschluss haben sich die Analysten zu Wort gemeldet: „Die Entwicklung zeigt die starke operative Dynamik des Unternehmens, die zusätzlich durch Nachholeffekte bei Umsätzen verstärkt wurde, die ursprünglich für das vierte Quartal vorgesehen waren“, so Christian Cohrs von Warburg Research.
Nordamerika verzeichnete mit einem Umsatzwachstum von mehr als 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr die stärkste Entwicklung – trotz der Abwertung des US-Dollars. „Treiber waren die Einführung neuer Ticketingsysteme für den öffentlichen Nahverkehr in Houston und Atlanta, die im Januar beziehungsweise März pünktlich vor der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Betrieb gingen“, führt der Analyst aus. Die termingerechte Umsetzung dieser Projekte sei eindeutig positiv zu werten: Sie stärke den Ruf und die Erfolgsbilanz des Unternehmens und festige die Wettbewerbsposition in einem strukturell wachsenden Markt.
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„Rechtzeitig vor der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft gingen unsere Ticketingsysteme an den Spielorten Atlanta und Houston erfolgreich in Betrieb“, zeigte sich Gründer und Vorstandsvorsitzender Dr. Gottfried Greschner auf der Hauptversammlung, auf der eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,80 Euro) beschlossen wurde, recht zufrieden.
Keine Frage: Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren als innovativer Technologielieferant und Servicepartner für Verkehrsbetriebe rund um den Globus etabliert. Neben den Aufträgen aus den USA und dem jüngsten Auftrag von Transport for New South Wales in Sydney hat INIT auch im Geschäftsjahr 2025 weitere bedeutende Aufträge in Baden-Württemberg, Grenoble, Helsinki und Luxemburg erhalten. „Mit diesen Megaprojekten schaffen wir eine starke Grundlage, um auch 2026 und darüber hinaus überdurchschnittlich zu wachsen“, gibt Greschner die Richtung vor.
Wichtig: Neben Umsatz und Auftragseingang zeigen die Ergebnisse auch Fortschritte auf der Kostenseite. „Die funktionalen Kosten stiegen im ersten Quartal unterproportional, während die Mitarbeiterzahl sogar leicht zurückging. Das deutet auf eine gute operative Hebelwirkung hin und bestätigt, dass die organisatorischen Maßnahmen des vergangenen Jahres Wirkung zeigen“, so Cohrs. Er rechnet nach dem jüngsten Großauftrag aus Australien mit zusätzlicher Dynamik und sieht die Aktie erst bei 62 Euro fair bewertet.
Noch optimistischer ist sein Berenberg-Kollege Robert-Jan van der Horst, der nach den Q1-Zahlen sein Kursziel bei unveränderter Kaufempfehlung von 70 Euro bestätigt hat. „Die EBIT-Marge verbesserte sich deutlich von 2,8 Prozent im Vorjahr auf 6,8 Prozent und lag damit über unserer Schätzung von 3,3 Prozent. Da das erste Quartal saisonal bedingt üblicherweise schwächer ausfällt, werten wir dies als starken Jahresauftakt – insbesondere angesichts des weniger vorteilhaften Produktmixes“, so der Branchenkenner.
Für 2026 rechnet INIT mit einem Umsatzanstieg auf 380 bis 410 Millionen Euro nach 330 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT soll auf 38 bis 42 Millionen Euro wachsen, nachdem 2025 ein operativer Gewinn von 32,5 Millionen Euro erzielt wurde. Damit würde die Gesellschaft wieder ihre Zielmarge von 10 Prozent erreichen. „Wir sehen weiteres Margenpotenzial aufgrund von Produktivitätssteigerungen und Skalenerträgen“, kündigte Finanzvorstand Dr. Marco Ferber auf der Hauptversammlung an.
Van der Horst hebt passend dazu die hohe Visibilität über das Jahr 2026 hinaus hervor, bedingt durch den Ausschreibungsgewinn in Australien. Sie wissen: Das Projekt zur Modernisierung der Ticketingsysteme im öffentlichen Nahverkehr von Sydney hat ein geschätztes Gesamtvolumen von 377 Millionen Euro. „Wir haben das Projekt bereits in unsere Schätzungen aufgenommen, bleiben beim Zeitplan jedoch vorsichtig. Angesichts der jüngsten Aussagen des Unternehmens könnte die Umsetzung schneller erfolgen als bislang angenommen, was Aufwärtspotenzial für unsere Prognosen 2027 und 2028 bedeuten würde“, so der Stratege.
Echtzeitinformationen im öffentlichen Nahverkehr sind ein Schlüssel zur Mobilität von morgen. INIT verfügt über das passende Produktportfolio. Mit dieser marktführenden Stellung sollten die Karlsruher auch künftig weitere lukrative Großprojekte an Land ziehen. Gelingt es dem Vorstand, diese wie gewohnt erfolgreich abzuarbeiten, ist bei nachhaltig steigenden Umsätzen eine deutliche Margenverbesserung zu erwarten. Vor diesem Hintergrund sollte die mit einem KGV von 19, das im kommenden Jahr auf 15 fallen dürfte, vergleichsweise günstig bewertete Aktie ihre Rekordfahrt Richtung 60 Euro und darüber hinaus schon bald wieder fortsetzen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot weiter auf steigende Kurse.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von INIT befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 11:11