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29.07.2021 Fabian Strebin

DWS Group vor Mega-Deal? Analysten sehen noch großes Potenzial

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DWS Group

Die DWS Group sammelte im zweiten Quartal so viel Gelder ein wie noch nie. Die Prognose für das laufende Jahr wurde erhöht und scheinbar gibt es größere Fortschritte beim Thema Übernahmen. Auch bei den Analysten hat der Vermögensverwalter derzeit einen guten Stand. Dennoch schafft es die Aktie nicht, dass Rekordhoch zu überspringen.

Mit etwa 20 Milliarden Euro hat die DWS im abgelaufenen Quartal so viele neue Kundengelder wie noch nie eingesammelt. Das ist auch deutlich mehr als die von Analysten erwarteten rund sieben Milliarden Euro. Der Finanzkonzern profitiert dabei von der Konjunkturerholung und konnte die verwalteten Vermögen ebenfalls auf einen neuen Rekord schieben. Allerdings ist der Konzern mit 859 Milliarden Euro immer noch nicht da, wo das Management hinmöchte.

Niederländer im Fokus

Nach den Q2-Zahlen rechnet die DWS – unter der Annahme anhaltend positiver Märkte – im Gesamtjahr nun nicht nur mit höheren Erträgen, sondern auch mit einem deutlich höheren Vorsteuergewinn. Doch das ist noch nicht alles: Schon länger steht das Thema Übernahmen ganz oben auf der Agenda von CEO Asoka Wöhrmann. Laut verschiedener Medienberichte geht es bei der NN Investment Partners, einer Tochter der niederländischen Versicherungsgruppe NN Group, nun in die heiße Phase.

Das würde passen

Demnach soll die DWS neben Goldman Sachs zu den wenigen verbleibenden Bietern gehören. NN Invest verwaltet rund 300 Milliarden Euro, ein Kauf könnte die DWS also bei dieser Kennzahl über eine Billion hieven. Der Preis wird auf bis zu 1,50 Milliarden Euro taxiert. Gerade im brummenden ESG-Segment sind die Niederländer gut aufgestellt und würden das Portfolio der DWS positiv ergänzen.

Kursziel steigt bei Goldman Sachs

Nach Zahlen passen nun die Analysten ihre Schätzungen an und vielfach geht es dabei nach oben. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie  von 48 auf 50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analystin Roberta De Luca lobte die Höhe der Mittelzuflüsse und die strikte Kostenkontrolle der Fondsgesellschaft. Deren Management sei auf gutem Wege, die mittelfristigen Ziele für die Profitabilität zu erreichen.

Höhere Gewinne erwartet

Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel nach Quartalszahlen von 43 auf 46 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Im Rahmen einer Überarbeitung seines Bewertungsmodells für die Fondsgesellschaft habe er seine Gewinnprognosen für die Jahre 2021 und 2022 erhöht, so Analyst Gurjit Kambo.

DWS Group (WKN: DWS100)

Eine Übernahme könnte der Notierung endlich über das Allzeithoch bei 41,48 Euro helfen. Die Aktie pendelt nur noch knapp unter dieser Marke. Fällt das Niveau, gäbe es einen neuen Chartimpuls. Wer noch nicht investiert ist, kann diese Konstellation nun nutzen, und kaufen. Der Titel besticht durch eine attraktive Dividende und positive Aussichten.

Mit Material von dpa-AFX.