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27.07.2021 Michael Schröder

Dürr dreht auf: Prognose angehoben - Aktie vor Kaufsignal - Hintergründe und Ziele!

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Dürr

„Für den Maschinen- und Anlagenbauer Dürr haben sich die Perspektiven wieder aufgehellt“, so DER AKTIONÄR vor gut zwei Wochen an dieser Stelle. Und wie: Nach einem starken Geschäft im zweiten Quartal und einer anhaltenden Dynamik erhöhte der Konzern die Prognosen für das laufende Jahr. Die Aktie arbeitet an einem massiven Kaufsignal.

Dürr profitiert von einer Erholung der Autobranche und einem Boom bei der Holzverarbeitung. Nach einem starken Geschäft im zweiten Quartal und einer anhaltenden Dynamik erhöhte der Konzern die Prognosen für das laufende Jahr. So sollen der Auftragseingang, Umsatz und operatives Ergebnis besser ausfallen als bisher angenommen. Damit haben die im Vorfeld recht optimistischen Analysten recht behalten.

Beim Umsatz rechnet der der Maschinen- und Anlagenbauer jetzt mit einem Wert zwischen 3,6 Milliarden und 3,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,3 Milliarden Euro) – bisher hatte die Prognose bei 3,45 bis 3,65 Milliarden Euro gelegen. Die EBIT-Marge soll bei 5,0 bis 6,0 Prozent (bisher: bisher 4,2 bis 5,2 Prozent) liegen. Das ausführliche Zahlenwerk soll am 5. August veröffentlicht werden.

Beim Erreichen der jeweils mittleren Werte der Spannen ergibt dies ein operatives Ergebnis von rund 200 Millionen Euro und damit schon wieder fast auf dem Niveau von 2019. Im vergangenen Jahr war das operative Ergebnis wegen der Corona-Krise deutlich eingebrochen - vor Sondereffekten waren es gerade mal noch knapp 100 Millionen Euro. Bis zu den Höhen des Jahres 2017, als Dürr operativ fast 300 Millionen Euro verdiente, ist es allerdings noch etwas hin.

Das mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von mindestens acht Prozent soll 2023 oder spätestens 2024 erreicht werden. Zwischen April und Ende Juni habe die operative Marge 5,9 Prozent betragen und lag damit deutlich über dem Wert vom Jahresauftakt.

Im von Corona besonders stark getroffenen Vorjahresquartal steckte Dürr in den roten Zahlen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal 23 Millionen Euro - nach einem Verlust von 16 Millionen Euro im Vorjahresabschnitt. Der Umsatz legte im Quartalsvergleich um knapp sieben Prozent auf 843 Millionen Euro zu - gegenüber dem Vorjahr war dies ein Plus von neun Prozent. "Im zweiten Quartal verzeichnete der Dürr-Konzern eine weiter zunehmende Geschäftsdynamik", hieß es. Vor allem die Nachfrage nach Homag-Maschinen. Hierprofitierte Dürr von einem neuen Investitionszyklus im Geschäft mit Möbelherstellern sowie der stark gestiegenen Nachfrage nach Produktionstechnik für Holzhäuser.

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Auch im Automobilbau setzte sich der Erholungskurs mit einem steigenden Auftragseingang im zweiten Quartal fort. Konzernweit zog der Auftragseingang um rund zwei Drittel auf 1,08 Milliarden Euro an. Damit stieg der Bestand an Aufträgen auf den Rekordwert von fast 3,2 Milliarden Euro. Wegen der anhaltend hohen Nachfrage geht Dürr davon aus, dass der Auftragseingang im laufenden Jahr auf den Rekordwert von 4,0 Milliarden Euro bis 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,3 Milliarden Euro) steigen wird.

Dürr (WKN: 556520)

Im laufenden Jahr steht für die Dürr-Aktie in einem freundlichen Gesamtmarkt bisher lediglich ein Plus von rund zehn Prozent zu Buche. Das dürfte sich mit den guten Aussichten im Gepäck nun ändern. Begleitet von positiven Analystenstimmen sollte die Aktie mit dem Sprung über das Jahreshoch bei 37,08 Euro ein frisches Kaufsignal generieren – und im Anschluss auch die 40-Euro-Marke hinter sich lassen.

(Mit Material von dpa-AFX)