14.10.2019 Marion Schlegel

Dividendenperle Roche: Top News – deswegen wird es am Mittwoch erneut spannend

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Roche
Trendthema

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat erneute einen wichtigen Erfolg in seiner Pipeline erzielen können. Die Aktie von Roche reagiert am Montagmorgen mit einem deutlichen Plus. Das Mittel Mabthera/Rituxan (Rituximab) hat in einer wichtigen Studie zu Autoimmunerkrankungen die gesteckten Ziele erreicht. In der Phase-3-Studie zur Behandlung von Patienten mit der Autoimmunerkrankung Pemphigus vulgaris (PV) erwies sich das Roche-Mittel gegenüber Mykophenolatmofetil als überlegen, wie Roche am Montag in Basel mitteilte.

Demzufolge erreichten 40 Prozent der Patienten, die mit MabThera/Rituxan behandelt wurden, eine anhaltende vollständige Remission über 16 Wochen oder mehr, ohne dass Steroide eingesetzt werden mussten. Bei einer Behandlung mit dem Vergleichspräparat Mykophenolatmofetil wurde dies nur bei 9,5 Prozent der Patienten erreicht.

Die Studie untermauert den Angaben zufolge die Wirksamkeit und Sicherheit von MabThera/Rituxan bei der Behandlung von PV, einer seltenen Autoimmunerkrankung, die durch Blasenbildung der Haut und Schleimhäute gekennzeichnet ist.

In dieser Woche wird es bei Roche auch von der Zahlenseite her spannend. Am Mittwoch, 16. Oktober präsentiert das Unternehmen die Ergebnisse des dritten Quartals.

Zuletzt hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die Einstufung für Roche auf "Buy" mit einem Kursziel von 325 Franken belassen. Das dritte Quartal des Pharmakonzerns dürfte eher unspektakulär ausfallen, so Analyst Keyur Parekh in einer am Dienstag vorliegenden Prognose. Im Zentrum der Aufmerksamkeit werde wohl der Einfluss von biotechnologischen Generika auf dem US-Markt stehen.

Die Aktie von Roche reagiert am Montagmorgen mit einem Plus von 1,3 Prozent auf die starken Daten. Ohnehin ist das Papier in einer sehr starken charttechnischen Verfassung. Das Allzeithoch bei 295,80 Schweizer Franken ist nur noch wenige Franken entfernt. DER AKTIONÄR empfiehlt weiter, die Gewinne laufen zu lassen. Nicht zu verachten ist außerdem die hohe Dividendenausschüttung: Die Rendite beträgt derzeit 3,1 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)