Das ist Ihre Erfolgsstrategie für schwache Börsen
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14.04.2022 von Barron's

Diese 6 Unternehmen zahlen die höchsten Dividenden

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CHUBB

Von Lawrence C. Strauss
Barron’s
Übersetzung: Laura Markus


Vierteljährliche Dividendenzahlungen können für Anleger, die auf Einkommen angewiesen sind, und besonders für Rentner, ein Rettungsanker sein. Diese Barzahlungen entstehen aber nicht einfach so aus dem Nichts. Barron’s stellt Ihnen die sechs Unternehmen vor, die im S&P 500 Dividend Aristocrats Index die höchsten Dividenden ausschütten.

Eine wichtige Grundlage für Dividenden ist der Free Cash Flow eines Unternehmens, also der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit abzüglich der Investitionsausgaben. Ohne positiven Cashflow muss ein Unternehmen möglicherweise Kredite aufnehmen, um seine Dividende zahlen zu können; oder es muss sie kürzen oder aussetzen – wenn es überhaupt eine Dividende ausschüttet.

Wie John Tobin von Epoch Investment Partners kürzlich gegenüber Barronʼs erklärte, hat ein Unternehmen fünf Möglichkeiten, seinen Cashflow zu nutzen: Schulden abbauen, eigene Aktien zurückkaufen, in internes Unternehmenswachstum investieren, ein anderes Unternehmen übernehmen und eine Dividende zahlen.

Für dieses Screening hat Barronʼs den S&P 500 Dividend Aristocrats Index ausgewählt. Die 64 Mitglieder dieses Index haben seit mindestens 25 Jahren in Folge eine hohe Dividende ausgeschüttet. Wir haben uns auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 50 Milliarden Dollar konzentriert. Anschließend haben wir, basierend auf FactSet-Daten, die sechs Unternehmen in diesem Index mit den höchsten Free-Cash-Flow-Renditen ausgewählt.

FactSet zieht bei seiner Berechnung den Free Cash Flow aus dem letzten Geschäftsjahr eines Unternehmens heran und teilt ihn dann durch die Marktkapitalisierung. Diese basiert auf den voll verwässerten Stammaktien, die zur Berechnung des Gewinns je Aktie verwendet werden. Die Aktienkurse beziehen sich auf den 31. Dezember.

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Chubb


Angeführt wird die Liste von dem Versicherungskonzern Chubb mit einer Free-Cash-Flow-Rendite von 14,7 Prozent. Das Unternehmen, zu dessen Geschäftsbereichen auch Schaden- und Unfallversicherung gehören, erklärte in seiner Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals im Februar, dass sein operativer Cashflow im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 11,1 Milliarden Dollar erreichte. In diesem Zeitraum zahlte Chubb Dividenden in Höhe von etwa 1,4 Milliarden Dollar und kaufte Aktien im Wert von 4,9 Milliarden Dollar zurück. Zuletzt lag die Rendite der Aktie bei 1,5 Prozent.

Archer Daniels Midland


Das Agrarunternehmen Archer Daniels Midland belegt mit einer Free-Cash-Flow-Rendite von 14,2 Prozent den zweiten Platz in diesem Screening. 2021 erwirtschaftete das Unternehmen einen operativen Cashflow von fast 6,6 Milliarden Dollar. Die freien Barmittel beliefen sich laut FactSet auf etwa 5,4 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gab im vergangenen Jahr 834 Millionen Dollar für Dividenden aus, etwa drei Prozent mehr als im Jahr 2020 mit 809 Millionen Dollar. Die Rendite der Aktie lag zuletzt bei 1,8 Prozent.

Archer Daniels Midland (WKN: 854161)

Exxon Mobil


Der Energieriese Exxon Mobil belegt mit einer Free-Cash-Flow-Rendite von 13,8 Prozent Platz 3 der Liste. Der operative Cashflow des Unternehmens belief sich im vergangenen Jahr auf 48 Milliarden Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit 2012. Dies ist eindeutig auf die steigenden Ölpreise zurückzuführen. Nach Angaben des Unternehmens deckte der freie Cashflow die Investitionsausgaben, die Schuldentilgung und die Dividendenausschüttung. Doch in den letzten Jahren konnte Exxon Mobils Free Cash Flow aufgrund der schwachen Energiepreise die Dividende nicht decken.

Der Free Cash Flow des Unternehmens in Höhe von etwa 38 Milliarden Dollar deckte jedoch im vergangenen Jahr problemlos die Dividendenausschüttung für Stammaktien in Höhe von etwa 15 Milliarden Dollar.

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Chevron


Chevron liegt mit einer Free-Cash-Flow-Rendite von 9,6 Prozent an vierter Stelle. Auch hier wirkten sich die steigenden Rohölpreise positiv aus. Im letzten Jahr erzielte das Unternehmen einen Free Cash Flow in Rekordhöhe von 21,1 Milliarden Dollar, gegenüber 1,7 Milliarden Dollar im Jahr 2020. Chevrons Dividendenrendite lag zuletzt bei rund 3,5 Prozent.

CEO Michael Wirth erklärte Analysten Anfang des Jahres, dass die Barmittel dem Unternehmen dabei helfen würden, seine vier finanziellen Ziele für 2021 zu erreichen: die Erhöhung der Dividende, die weitere Durchführung von Investitionen, eine „signifikante Schuldentilgung“ und Aktienrückkäufe für die letzten 14 von insgesamt 18 Jahren. Die Rendite der Aktie beträgt etwa 3,5 Prozent.

Abbvie


AbbVie, ein Biopharma-Unternehmen, das bei einkommensorientierten Anlegern beliebt ist, hatte eine Free Cash Flow-Rendite von 9,1 Prozent. Zuletzt lag die Rendite bei 3,5 Prozent. Sein Erfolgsmedikament ist Humira, das unter anderem bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wird – doch die Konkurrenz für dieses Medikament ist groß

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IBM


International Business Machines (IBM) belegt mit einer FreeCashFlow-Rendite von 8,9 Prozent den sechsten Platz. Die Dividendenrendite ist jedoch mit fünf Prozent die Höchste der Liste.

Das Unternehmen hat seine Dividende kontinuierlich erhöht, wenn auch in letzter Zeit nur in kleinen Schritten. Vor fast einem Jahr hat der Vorstand von IBM beispielsweise eine um einen Penny erhöhte Quartalsdividende von 1,64 Dollar pro Aktie beschlossen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Exxon Mobil, Abbvie, IBM.

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