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28.10.2021 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Ist die Rallye vorbei?

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Deutsche Bank

Was für ein Tag für die Deutsche-Bank-Aktie. Die Prognosen des Konsens wurden klar übertroffen, das Finanzinstitut zeigt zum wiederholten Mal einen Gewinn, aber der Kurs rauscht in die Tiefe. Am Ende des Handelstages schließt die Notierung fast sieben Prozent tiefer, die Marke von 11,00 Euro kommt gefährlich nahe. Mittlerweile haben sich erste Analysten gemeldet.

Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Aktie der Deutschen Bank nach Quartalszahlen von 13,00 auf 13,50 Euro angehoben und die Einstufung auf „Kaufen“ belassen. Das Kredithaus habe einmal mehr die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Timo Dums. Er erachtet nunmehr einen hohen Anteil der Investmentbank-Erträge als wiederkehrend. Für eine Neubewertung der Aktie bleibe die Kostendisziplin und nachhaltige Steigerung der Privat- und Firmenkunden-Erträge oberstes Gebot.

UBS positiv gestimmt

Auch die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Zahlen zum dritten Quartal auf „Buy“ mit einem Kursziel von 13,50 Euro belassen. Das Finanzhaus habe beim Vorsteuergewinn positiv überrascht und den positiven Ausblick bezüglich der Eigenkapitalrentabilität bestätigt, so Analyst Daniele Brupbacher in einer ersten Reaktion am Mittwoch. Hinsichtlich der Entwicklung der Risikokosten in diesem Jahr sei die Deutsche Bank nun sogar noch zuversichtlicher als zuvor.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Zahlen auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 13,50 Euro belassen. Das Frankfurter Bankhaus habe seine Erwartungen an den bereinigten Vorsteuergewinn um 18 Prozent übertroffen, schrieb Analyst Kian Abouhossein. Er passte daher seine Prognose für den diesjährigen bereinigten Gewinn je Aktie um sechs Prozent nach oben an. Für die beiden Folgejahre stiegen seine Schätzungen aber in geringerem Ausmaß.

Wie realistisch sind die Ziele?

Nicht nur die Analysten, sondern auch viele Marktteilnehmer kaufen dem Management einen Teil der Ziele für Ende nächsten Jahres nicht ab. Dann soll der Konzernumbau abgeschlossen sein und die Bank will eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent einfahren. In den ersten neun Monaten wurden nun bereinigt 4,8 Prozent erzielt. Die Erträge beliefen sich in diesem Zeitraum auf 19,5 Milliarden, im Gesamtjahr 2022 müssen sie auf 25,0 Milliarden Euro steigen, damit der Konzern seine Ziele erreicht.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Die Papiere der Deutschen Bank wurden gestern nach Zahlen abverkauft. Neben Gewinnmitnahmen machen sich Anleger und Experten sorgen um die langfristigen Ziele. Helfen könnten steigende Zinsen und weiteres Sparen. Die Aktie ist nun mit einem 2022er-KGV von acht noch günstiger als vor dem Kursrutsch. Allerdings warten alle, die nicht investiert sind ab, ob sich die Notierung wieder fängt. Investierte beachten den Stopp bei 9,00 Euro, heute könnte die Aktie die Marke von 11,00 Euro ansteuern. Danach kommt die 50-Tage-Linie bei 10,94 Euro in den Fokus.

Mit Material von dpa-AFX

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