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22.10.2020 Carsten Kaletta

DAX & Co: Nahe Nulllinie – Adidas mit Power – Conti mit zu wenig Profil – Varta völlig energielos

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DAX

Am deutschen Aktienmarkt sind die Anleger auch am Donnerstag in der Deckung geblieben. Weiter steigende Corona-Neuinfektionen, die Hängepartie um das US-Konjunkturpaket und die anstehende US-Präsidentschaftswahl dämpfen derzeit jegliche Kauflaune. Der DAX setzte damit seine Verlustserie weiter fort und verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,12 Prozent auf 12 543,06 Punkte in den Feierabend. Immerhin: Seine anfänglichen Verluste konnte das Börsenbarometer deutlich eindämmen. 

Auch der MDAX arbeitete sich im Handelsverlauf wieder vor und erreichte knapp die Gewinnzone: Der Index der 60 mittelgroßen Börsentitel schloss mit einem Aufschlag von 0,09 Prozent auf 27 189,17 Punkte.

Zumindest aus technischer Sicht gibt es laut Konstantin Oldenburger von CMC Markets für die kommenden Tage im DAX einen Hoffnungsschimmer: "Der Markt drehte heute genau auf dem Ende September erreichten Tief wieder nach oben und konnte kurzzeitig sogar die Pluszone zurückerobern." Derweil könnte das bevorstehende zweite TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und dem demokratischen Kandidaten Joe Biden nach Einschätzung des Marktanalysten "zumindest ein paar neue Erkenntnisse bringen, die an der Börse wieder für etwas Optimismus sorgen könnten". 


Unter den Einzelwerten schlossen Continental-Aktien als einer der größten DAX-Verlierer mit einem Abschlag von gut 1,2 Prozent. Der Autozulieferer und Reifenhersteller rutschte auch im dritten Quartal in die roten Zahlen - er schnitt damit aber besser ab, als es Analysten befürchtet hatten.

Als Dax-Sieger gingen die Adidas -Anteilscheine mit einem Aufschlag von knapp 2,8 Prozent aus dem Handel. Auftrieb gab ein Bericht des Manager-Magazin, wonach die Herzogenauracher nach gescheiterter Sanierung nun den Verkauf der Tochter Reebok eingeleitet hätten. Bereits in der Vergangenheit hatte es immer wieder Spekulationen über einen Reebok-Verkauf gegeben.


DAX (WKN: 846900)

Schlusslicht im MDax war der Batteriehersteller Varta , sie büßten knapp acht Prozent ein. Börsianer machten für die Verluste vor allem automatisch ausgelöste Verkaufsorders verantwortlich. Es machten aber auch Gerüchte über einen Leerverkäufer die Runde, der auf weiter fallende Kurse setze. Mit der gemeldeten Vertragsverlängerung von Vorstandschef Herbert Schein hätten die Kursverluste hingegen nichts zu tun, hieß es.


Aktien von Adva, Optical nahmen mit neuneinhalb Prozent Kursplus auf dem Siegertreppchen im SDax Platz. Der Telekomausrüster traut sich nach einem positiv verlaufenen dritten Quartal wieder eine Jahresprognose zu.


Mit Material von dpa-AFX