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14.08.2020 Marion Schlegel

Corona-Hoffnung Biotest mit Zahlen – Aktie nimmt Kurs auf 52-Wochen-Hoch

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Biotest Vz.

Biotest hat trotz der Corona-Krise gute Geschäfte im ersten Halbjahr gemacht. Der Umsatz stieg dank starker Arznei-Verkäufe um gut 20 Prozent auf fast 235 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zudem konnte der Konzern aus Dreieich, der 2018 vom chinesischen Investor Creat übernommen wurde, in Fernost punkten. Unter dem Strich stand aber ein Verlust von 16,7 Millionen Euro, da die Firma im Zuge der Übernahme ihr US-Geschäft verkaufen musste. Eine Beteiligung an der ehemaligen Tochter drückte Biotest ins Minus, sagte ein Sprecher.

Biotest Vz. (WKN: 522723)

Biotest mit mehr als 1.800 Beschäftigten weltweit ist auf die Entwicklung von Arzneien aus Blutplasma-Spenden spezialisiert. Sie kommen etwa bei Blutgerinnungsstörungen, schweren Schwächen des Immunsystems oder schlimmen Verbrennungen zum Einsatz.

Derweil treibt Biotest die Forschung an zwei Medikamenten gegen das Coronavirus voran. Einerseits arbeitet der Konzern an einer Arznei basierend auf Plasmaspenden von Spendern, die Covid-19 überstanden und Antikörper haben. Zudem erforscht Biotest, ob das eigene Produkt Trimodulin, das bei künstlich beatmeten Patienten mit schwerer Lungenentzündung genutzt wird, auch bei Corona-Patienten helfen kann. Biotest strebt dazu ein beschleunigtes Zulassungsverfahren an.

Biotest erwartet für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatzanstieg von etwa zehn Prozent. Das EBIT soll im Bereich von minus zehn bis minus fünf Millionen Euro liegen. Insbesondere als Folge des erhöhten Aufwandes der neuen, zusätzlichen Covid-19-Studien erwartet der Vorstand, dass Ergebnis und Cashflow am unteren Ende des Erwartungsbandes liegen werden.

DER AKTIONÄR sieht die Projekte insbesondere zu Corona sehr vielversprechend. Die Aktie konnte in den vergangenen Tagen peu á peu zulegen. Am Donnerstag reagierte sie mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 22,80 Euro auf die Zahlen. Damit nähert sie sich langsam wieder dem 52-Wochen-Hoch bei 24,50 Euro an. DER AKTIONÄR hat die Aktie Anfang Mai bei 20,80 Euro zum Kauf empfohlen. Dabeibleiben!

(Mit Material von dpa-AFX)