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03.08.2020 Carsten Kaletta

Carnival: Wann hat das Leiden ein Ende?

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Carnival

Carnivals Comeback-Plänen ist ein weiteres Mal ein dicker Strich durch die Rechnung gemacht worden. So hat die Tochter des Kreufahrt-Riesen „Aida" die geplanten Kurz-Kreuzfahrten für die erste Augusthälfte abgesagt. Für den Marktführer, der von der Corona- Pandemie ohnehin mitten ins Herz getroffen ist, bedeutet diese Verschiebung eine Fortsetzung des (umsatzlosen) Leidens. Die Carnival-Aktie gerät bereits vorbörslich unter Druck

Wie die Touristik-Zeitschrift "fvw“ berichtet, hat Aida hat nun die Kurzreisen mit der „AidaPerla“ ab/Hamburg vom 5. bis 8. August, vom 8. bis 12. August und vom 12. bis 15. August gecancelt. Betroffen ist auch die Kurz-Kreuzfahrten mit der „AidaMar“ ab Warnemünde vom 12. bis 16. August. Eine letzte formale Freigabe für den Start der Kurzreisen zum 5. August durch den Flaggenstaat Italien sei nicht erfolgt. Bei den geplanten Fahrten vom 16. August an geht Aida davon aus, dass sie stattfinden können, sagte ein Aida-Sprecher. In den USA dürfen die Carnival-Luxus-Dampfer frühestens ab 1. Oktober wieder in See stehen.

Unterdessen haben TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises mit ersten Reisen wieder abgelegt. Für den Neustart haben die beiden TUI-Beteiligungen und Aida unter der Koordination des Verbands Clia umfassende Sicherheitskonzepte entwickelt und erhöhte Hygienestandards sowie Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19 an Bord der Schiffe eingeführt. Außerdem starten die ersten Reisen mit reduzierter Passagierkapazität.

Die ohnehin arg gebeutelte Carnival-Aktie verliert aktuell (vorbörslich) drei Prozent und notiert bei 13,37 Dollar. Mitte Juni lag das bei Papier noch 17,48 Dollar und damit rund 23 Prozent höher. Seitdem haben sich weltweit die Corona-Neuerkrankungen signifikant erhöht.


CARNIVAL ADR/1 (WKN: 264713)

Anleger, die ein solides Investment suchen, sollten bei Carnival derzeit besser nicht an Bord gehen. Dafür sind die Unsicherheiten und Risiken angesichts der andauernden und unberechenbaren Corona-Pandemie einfach zu hoch. 

(Mit Material von dpa-AFX)