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10.08.2020 Carsten Kaletta

Carnival: Ein kleiner Silberstreif am Horizont

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Carnival

Immerhin geht es wieder - wenn auch in kleinerem Rahmen - los: Nachdem die italienische Regierung "grünes Licht" zu Kreuzfahrten signalisiert hat, will die Carnival-Tochter „Aida“ wieder in See stechen, berichtet die Touristik-Zeitschrift fvw. Der Startschuss soll am 6. September mit einer Kurzreise ab Kiel fallen. Das normale Kreuzfahrt-Programm wird indes bis zum 30. September ausgesetzt. Und auch in den USA müssen sich die Kreuzfahrt-Liebhaber noch ein wenig gedulden.

Eigentlich wollte Aida schon Anfang August mit Kurzreisen ab deutschen Häfen die Anker lichten. Das scheiterte jedoch an der (nicht erteilten) Genehmigung der italienischen Behörden. Diese liegt jetzt vor, und Aida will am 6. September die ersten Kurzreisen mit der „Aida Blu“ nach Norwegen und Dänemark ab Kiel starten.


Abgesehen von den neuen Abfahrten ab deutschen Häfen wird Aida die Unterbrechung der Kreuzfahrt-Saison bis zum 30. September verlängern. Und in den USA wird das "Mutter-Unternehmen" Carnival zusammen mit anderen großen Kreuzfahrtgesellschaften den Betrieb bis zum 31. Oktober aussetzen - eine Entscheidung, die letzte Woche vom Weltverband der Kreuzfahrt-Industrie Cruise Lines International Association (CLIA) bekannt gegeben wurde. Eigentlich sollte es Ende September wieder losgehen.


 Die Aktie des weltweit größten Anbieters von Kreuzfahrten liegt heute solide im Plus. Das Papier profitiert von deutlich besser als befürchtet ausgefallenen Umsatz-Zahlen des Konkurrenten, Royal Caribbean Cruises. Zudem konnte die Nummer zwei im Markt die Betriebskosten im Vergleich zum Vorquartal mehr als halbieren. Das macht offenbar auch den Carnival-Anlegern Mut. 

Carnival (WKN: 120071)

Trotz dieses kleinen (Aida-)Hoffnungsschimmers ist die Lage für den Kreuzfahrt-Anbieter weiterhin sehr ernst.  Angesichts der andauernden und unwägbaren Corona-Pandemie umschiffen Anleger derzeit besser die Carnival-Aktie.