Das sind die Gewinneraktien von morgen!
Foto: HeidelbergCement
03.11.2020 Maximilian Völkl

Buffett-Depot-Aktie HeidelbergCement im Rallyemodus: Das müssen Anleger zu den Zahlen wissen

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HeidelbergCement

Angesichts der bevorstehenden US-Wahlen legen Aktien aus der Baubranche auch am Dienstag deutlich zu. Im DAX zählt HeidelbergCement erneut zu den Top-Gewinnern. Anleger setzen auf ein billionenschweres Infrastrukturpaket in den USA, bei dem viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur fließt.

Am Donnerstag wird HeidelbergCement zudem seine Quartalszahlen präsentieren. DER AKTIONÄR zeigt, worauf sich Anleger einstellen müssen: Ursprünglich wollte HeidelbergCement 2020 Umsatz und operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Wegen der Corona-Pandemie zog der Konzern Ende März bei Vorlage der Zahlen für 2019 seine Ziele für das laufende Jahr aber zurück.

Laut einer vom Unternehmen in Auftrag gegebenen Erhebung sehen Analysten den Umsatz im dritten Quartal nun im Schnitt bei rund 4,9 Milliarden Euro und damit rund 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte hingegen um acht Prozent auf 1,27 Milliarden Euro zulegen.

Analyst Stephan Bonhage vom Bankhaus Metzler rechnet für HeidelbergCement mit einer starken operativen Ergebnisentwicklung im dritten Quartal. Der Baustoffkonzern dürfte von stabilen Preisen, niedrigen Energiekosten und seinem Einsparprogramm profitiert haben. Besonders optimistisch zeigte sich der Branchenexperte Ephrem Ravi von der US-Bank Citigroup. Die meisten europäischen Zementhersteller dürften mit ihrem operativen Ergebnis 2020 über Vorjahresniveau liegen, so der Experte.

Probleme in Nordamerika und Indonesien

Von niedrigeren Volumen und einem leichten Ergebnisrückgang geht Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank im dritten Jahresviertel in Nordamerika aus. Hier könnten sich die Waldbrände in Kalifornien und die Hurrikan-Saison leicht negativ ausgewirkt haben. In den übrigen Regionen rechnet er wieder mit deutlich besseren Geschäften. Zudem komme HeidelbergCement bei seinem Sparprogramm COPE gut voran und profitiere von einem weiter günstigen Preisumfeld. Als wichtigen Treiber sieht Reigber die staatlichen Infrastrukturprogramme in den USA und Europa.

Mit einer deutlichen Erholung rechnet Analystin Elodie Rall von der US-Bank JPMorgan im Berichtszeitraum in West- und Südeuropa. Die Region dürfte sich dank einer besseren Entwicklung in Frankreich und Italien von den Tiefstständen des zweiten Quartals erholt haben. Nach Ansicht von Rall war die herausforderndste Region im dritten Quartal Asien wegen der volatilen Entwicklung in Indonesien. Dort seien die inländischen Zementmengen nach den neuesten Branchendaten im August um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

HeidelbergCement (WKN: 604700)

Die US-Wahlen könnten dem Bausektor neuen Schwung verleihen. Überzeugt HeidelbergCement dann auch mit den Zahlen, steht deutlich höheren Kursen nichts im Weg. Die günstige Bewertung lässt zudem Spielraum nach oben. DER AKTIONÄR setzt im Buffett-Depot weiter auf steigende Kurse und liegt bereits rund 50 Prozent im Plus.

Mit Material von dpa-AFX