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24.11.2021 Fabian Strebin

BNP Paribas: Satte Rendite – aber mehr Kapital muss her

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BNP Paribas

Seit der Finanzkrise stehen Banken im Fokus, denn damals mussten Staaten viele Institute retten. Deshalb wurden für besonders große und komplexe Geldhäuser zusätzliche Eigenkapitalvorschriften eingeführt, die jährlich überprüft werden. Das betrifft die global systemrelevanten Banken. Das wichtigste Institut ist nun JPMorgan. Aber auch die französische BNP Paribas wurde hochgestuft.

Dabei gibt es fünf Gruppen, die US-Bank JPMorgan befindet sich als einzige in der Kategorie vier. Die BNP Paribas wurde in die dritte Gruppe hochgestuft. Dort befinden sich zum Beispiel auch die Citigroup oder die HSBC. Pro Stufe müssen 0,5 Prozent mehr Eigenkapital vorgehalten werden. Da sich die BNP Paribas bisher schon in der zweiten Gruppe befand, werden nun insgesamt zwei Prozent Zuschlag auf das Kapital nötig.

Starker Player

Mit einer harten Kernkapitalquote von 13 Prozent zum Ende des dritten Kapitals ist die Bank ohnehin gut ausgestattet. Die Kursreaktion an den Märkten fiel daher verhalten aus, Anleger schreckt der Aufschlag nicht. Denn die BNP gehört zu den Branchenwerten, die am besten bisher durch die Pandemie kamen. Das Geschäft brach weniger stark ein als bei der Konkurrenz.

Bewertung günstig

Mit 8,5 ist die Bewertung beim KGV zudem etwas günstiger als die der Peers mit 9 für das kommende Jahr. Bei den Analysten hat die Aktie zudem einen guten Stand: 18 Experten würden jetzt noch kaufen, zehn dabeibleiben. Derzeit rät niemand sich von den Papierne zu trennen. Das durchschnittliche Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten liegt bei 65,12, was noch zehn Prozent Potenzial bietet.

BNP Paribas (WKN: 887771)

Nach einem stärkeren Rücksetzer letzte Woche ist der Kurs mustergültig an der 50-Tage-Linie nach oben abgeprallt. Rückenwind kommt von der Dividenden-Fantasie: Der Konsens erwartet für 2021 eine Rendite von 6,4 Prozent. Aufgrund der steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist die Situation in Europa aber wieder angespannt. Neueinsteiger sollten das berücksichtigen. Der Stoppkurs verbleibt bei 38,50 Euro.

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