Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
17.02.2020 Marion Schlegel

Bayer und BASF: Millionenschweres Schadenersatzurteil – Aktien am DAX-Ende

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Bayer
Trendthema

Die Aktien von Bayer und BASF sind zum Wochenstart deutlich unter Druck gekommen. BASF verliert am Nachmittag 1,2 Prozent auf 61,74 Euro, Bayer 1,8 Prozent auf 75,99 Euro. Damit gehörten die Papiere zu den stärksten Verlierern des Tages im DAX. Ein millionenschweres Schadenersatzurteil in den USA hat die Aktien der beiden Chemieunternehmen belastet. Eine US-Jury verurteilte die beiden Konzerne im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Dicamba zu einer Zahlung von insgesamt 265 Millionen US-Dollar an einen Pfirsichbauer aus Missouri (DER AKTIONÄR berichtete: „Bayer und BASF – Urteil: Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe“). Die Unsicherheit über das endgültige finanzielle Ausmaß weiterer Klagen gegen den Unkrautvernichter Dicamba verschrecke, hieß es am Markt.

Bayer (WKN: BAY001)

Denn abgesehen vom aktuellen Fall des Pfirsichbauern Bill Bader aus dem US-Bundesstaat Missouri gibt es laut Analysten mehr das 100 weitere Klagen. Und dabei hatten Investoren gehofft, dass größere Rechtsstreitigkeiten angesichts eines womöglich baldigen Vergleichs im Streit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat endlich der Vergangenheit angehören.

BASF (WKN: BASF11)

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für BASF nach einem millionenschweren Schadenersatzurteil in den USA auf "Neutral" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Dicamba gehe es mehr um wirtschaftliche Schäden als um negative Folgen für die Gesundheit, sodass die finanziellen Belastungen im schlimmsten Fall in der Theorie niedriger sein sollten als jene im Glyphosat-Prozess für Bayer, schrieb Analyst Chetan Udeshi in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Aktie von Bayer bewertet JPMorgan weiter mit „Neutral“ und einem Kursziel von 75 Euro.

In der kommenden Woche wird es bei beiden Unternehmen auch auf der Ergebnisseite interessant. Bayer berichtet am 27. Februar über die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres. Am Tag darauf folgt BASF mit den 2019er-Zahlen. Bei Bayer gilt es, den seit Oktober ausgebildeten Aufwärtstrend zu verteidigen, bei das Tagestief bei 60,56 Euro.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BASF.

(Mit Material von dpa-AFX)

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