24.09.2019 Nicola Hahn

BASF: Verkauf an DuPont – „Synergien waren begrenzt“

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BASF
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Nach der Veräußerung der Pigment-Sparte im August diesen Jahres steht nun der nächste Deal bei BASF an. Wie der Chemiekonzern gestern in einer Presseerklärung mitteilte, verkauft man sein Geschäft mit Ultrafiltrationsmembranen an den US-Konkurrenten DuPont. Finanzielle Details zur geplanten Transaktion wurden bislang noch nicht bekannt gegeben. 

Der Verkauf umfasst dabei die Anteile an der Inge GmbH sowie bestimmte Eigentumsrechte, die sich derzeit noch im Besitz der Ludwigshafener befinden. Als Begründung nannte man seitens der BASF unzureichende Synergien:

„Das Inge-Team hat einen großartigen Job in der Entwicklung der Ultrafiltrationsmembran-Technologie gemacht. Nichtsdestotrotz sind die Synergien mit der BASF eher gering“, so Anup Kothari, Performance Chemicals-Präsident bei der BASF. 

Die Anteile der BASF konnten sich seit Mitte August im Zuge eines freundlicheren Marktumfeldes etwas erholen und sich vorerst oberhalb der 60 Euro-Marke festsetzen. 

Analysten weiterhin zurückhaltend

Analysten sind jedoch nach wie vor skeptisch. Die Schweizer Großbank UBS hat ihr Kursziel auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 59 Euro belassen. Die petrochemische Industrie habe es wegen des anhaltend schwachen Konjunkturumfelds nicht geschafft, ihre Absatzpreise an den jüngsten Rohöl-Preisanstieg anzupassen, so Analyst Andrew Stott.

Die Meldung des Verkaufs sorgte für wenig Euphorie bei den Anlegern. Im aktuellen Umfeld haben es konjunkturabhängige Titel wie die BASF weiterhin schwer. Nach dem kurzfristigen Rücksetzer könnte es noch einmal in Richtung der 61 Euro-Marke gehen. Investierte Anleger bleiben an Bord, sollten den Stopp aber bei 54,50 Euro belassen.   

BASF (WKN: BASF11)

(Mit Material von dpa-AFX)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF.