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21.06.2021 Marion Schlegel

BASF-Konkurrent Covestro: Morgan Stanley hebt den Daumen – so viel ist drin

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Covestro

Aus Sicht der US-Investmentbank Morgan Stanley unterschätzen viele Investoren das Gewinnpotenzial des Kunststoffkonzerns Covestro. Wie Analyst Charles Webb in einer am Montag vorliegenden Studie schrieb, ist die Nachfrage in der Branche nach wie vor stark, während die Sorgen über eine Ausweitung des Produktangebots übertrieben erscheinen.

Covestro (WKN: 606214)

Im Gegensatz zum Marktkonsens glaubt der Experte, dass Covestro sein operatives Ergebnis (Ebitda) im Jahr 2022 steigern kann. Er hob deshalb seine Ebitda-Prognosen für die Jahre 2021 bis 2023 um bis zu sieben Prozent an. Für 2022 liegt er demzufolge nun rund sechs Prozent über der durchschnittlichen Analystenschätzung.

Die Covestro-Papiere bleiben sein Favorit im europäischen Chemiesektor mit Blick auf das zyklische Erholungspotenzial. Als Gründe dafür nannte Webb die unterschätzte Angebots- und Nachfragedynamik beim Schaumstoffvorprodukt MDI. Hinzu komme Sparpotenzial im Zuge der Übernahme des Geschäfts mit nachhaltigen Beschichtungsharzen von DSM, in dessen Zuge zudem keine Restrukturierungskosten anfielen.

Für Covestro sprächen unter anderem aber auch einige auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wachstumstreiber sowie ein zyklusübergreifend attraktiver freier Mittelzufluss, betonte Webb.

Der Analyst erhöhte sein Kursziel für die Covestro-Aktie von 67 auf 70 Euro und bestätigte seine Einstufung "Overweight". Aktuell kosten die Papiere 52,74 Euro.

Die Aktie von Covestro ist nach einer starken Rallye bis Anfang März in den vergangenen Monaten in eine Konsolidierung übergegangen. Zuletzt hat sich der Druck etwas verstärkt. Das Papier kämpft nun mit der wichtigen 200-Tage-Linie. Diese gilt es unbedingt zu verteidigen, soll sich das kurzfristige charttechnische Bild nicht noch weiter eintrüben. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für den DAX-Konzern sind aus Sicht des AKTIONÄR weiterhin gut. Ein Stopp bei 47,00 Euro sichert die Position nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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