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14.04.2021 Michael Schröder

Auto-Experte überzeugt: „VW-Konzern 2022 Weltmarktführer bei Elektroautos“

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Volkswagen Vz.

Es tut sich was in Sachen Elektromobilität – auch in Deutschland. Der weltweite Bestand an Elektroautos ist 2020 um rund drei Prozent auf 10,9 Millionen gestiegen. Das dürfte erst der Anfang gewesen sein. „Das vollelektrische Auto ist Volksbewegung geworden“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Im zweiten Teil des Interviews erklärt der Leiter des Center Automotive Research (CAR) wo der VW-Konzern im Vergleich zum E-Pionier Tesla steht und welches Standing die chinesischen Anbieter wie Nio oder X-Peng aus seiner Sicht haben.

DER AKTIONÄR: Wo steht VW-Konzern im Vergleich zum E-Pionier Tesla?

Ferdinand Dudenhöffer: Der VW-Konzern mit Porsche, Audi, VW hat aufgeholt. Schauen Sie sich den Taycan an, bald kommt der Audi Q4-etron auf Skateboard-Plattform und vielleicht 2025 die Solid-State-Batterie. Wenn es gut läuft wird der VW-Konzern 2022 Weltmarktführer bei Elektroautos.

Welches Standing haben die chinesischen Anbieter?

Volvo und Polestar sind eigentlich chinesisch, Nio hat einem guten Start, X-Peng und Li-Auto sollte man ernst nehmen und dann natürlich Great Wall. Die Zeit der Reisschüssel ist schon lang vorbei. Die Hersteller stehen für High-Tech.

Wie wichtig werden im Rahmen der laufenden E-Offensive Themen wie Chips, Sensoren, Software und vor allem Batterien sein?

Die Batterie definiert Ihnen wesentliche Eigenschaften des Fahrzeugs und damit den Wettbewerbsvorsprung neben der Software - spricht Connectivity, Infotainment und autonomen Fahren. Sensoren, Hochleistungsrechner, sprich Chips, Software und 5G Internet sind aus dem Auto vom morgen nicht mehr wegzudenken

Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: Welche Rollenverteilung auf dem E-Automarkt können Sie sich 2025/30 vorstellen? Gibt es einen Platzhirsch oder viele kleinere Anbieter oder am Ende weiter eine Mischung aus beidem? Und: Welcher von den heute dominierenden Playern ist dann noch vorne dabei?

Die deutschen Autobauer – allen voran der VW-Konzern- haben gute Chancen. Der Geely-Konzern mit Volvo und seinen Verknüpfungen zu Mercedes sowie Great Wall werden wichtig. Hyundai-Kia ist agil. Die jungen Chinesen wie NIO oder Li-Auto könnten eine Rolle spielen. GM und Ford sollte man nicht unterschätzen. Toyota ist dabei, wieder was schneller zu werden. Und es bleibt natürlich Tesla. Renault, Nissan, Jaguar, Landrover sind in einer nicht einfachen Lage. Der kritische Faktor ist China: Wer es in China schafft ist in der Zukunft. Also ein sehr spannender Wettbewerb.

Den ersten Teil des Interviews gibt es hier.