Sieben neue Highflyer: Nach Apple, Tesla & Co
05.08.2020 Marion Schlegel

Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor: Das ist stark!

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Dialog Semiconductor

Der Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im zweiten Quartal das obere Ende seiner eigenen Umsatzprognose erreicht und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zwar lagen die Erlöse mit 302,3 Millionen US-Dollar (rund 256,8 Mio Euro) rund 37 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte. Allerdings hatte Dialog Semiconductor vor einem Jahr von einem hohen einmaligen Lizenzertrag profitiert, da der Konzern seine Geschäfte mit Stromsteuerungschips in weiten Teilen an Apple verkauft hatte.

Dialog Semiconductor (WKN: 927200)

Der Apple-Zulieferer hatte bereits Ende Juni mitgeteilt, dass der durch die Corona-Krise bedingte Trend zum Homeoffice sowie zum Lernen daheim zu einer überraschend starken Nachfrage nach Notebooks, Tablets und ähnlichen Geräten geführt habe.

Die Bruttomarge lag bei 50,2 Prozent und damit ebenfalls deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals, als Dialog Semiconductor 64,7 Prozent erreicht hatte. Der operative Gewinn sackte sogar um rund 81 Prozent auf 40,5 Millionen Euro ab. Auf bereinigter Basis gingen die Erlöse um zehn Prozent zurück, während die Bruttomarge sogar leicht anstieg.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Dialog Semiconductor für das kombinierte Unternehmen mit Adesto Erlöse von 340 bis 380 Millionen Dollar und eine bereinigte Bruttomarge in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals. Der Halbleiterspezialist hatte den Schaltkreis-Spezialisten aus den USA kürzlich übernommen.

Die Aktie von Dialog Semiconductor reagiert am heutigen Mittwoch mit einem deutlichen Kurssprung von mehr als fünf Prozent auf die Zahlen. Damit fehlt nur noch ein Wimpernschlag zu dem Anfang Juli bei 42,98 Euro markierten 5-Monatshoch. Ein Sprung darüber würde ein neues Kaufsignal für die Aktie bedeuten. Anleger bleiben weiter an Bord und lassen ihre Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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