22.10.2019 Nicola Hahn

Apple: Deswegen ist Tim Cook der bessere Steve Jobs

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Was die Apple-Aktie in den letzten Wochen gezeigt hat lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: bärenstark. Seit dem größeren Kursrücksetzer Anfang August ging es schnurstracks in Richtung Allzeithoch. Seit Jahresbeginn steht nun schon ein Plus von fast 70 Prozent zu Buche. Dabei war das Umfeld alles andere als einfach für Tim Cook, der nun vor allem von der Wall-Street großes Lob erfährt.

Josh Brown, CEO von Ritholtz Wealth Management zeigte sich gegenüber CNBC begeistert von Cook: „Können Sie sich vorstellen, dass Steve Jobs die schwierige Lage so bravourös gemeistert hätte wie Cook?“

Obwohl der aktuell Apple-Chef als kein großer Trump-Fan galt, musste er sich mit diesem arrangieren und gleichzeitig mit China verhandeln. Cook stand also gewissermaßen im Spannungsfeld zwischen den beiden Supermächten. „Jobs hätte an dieser Stelle einen absolut schrecklichen CEO abgegeben“, so Brown.

Steve Jobs war eine absolute „Innovationsmaschine“ für Apple, aber Cook, der lange Jahre als eher unscheinbarer Nachfolger der Legende Jobs galt, hätte laut Brown „Kompetenz, logistisches Verständnis sowie Gelassenheit“ in den Konzern gebracht.

Natürlich ist es nie einfach in die Fußstapfen eines Steve Jobs zu treten. Doch trotz aller Kritik hat Cook abgeliefert. Nicht umsonst steht die Aktie da, wo sie heute steht. Der Konzern konnte über die Jahre sein Ökosystem weiter ausbauen. Die Abhängigkeit vom iPhone dürfte in den nächsten Jahren eher zurückgehen.

Durch den Sprung über die 240-Dollar-Marke zieht der iPhone-Konzern wieder an Microsoft vorbei und ist somit wieder der wertvollste Konzern der Welt. Apple-Anleger mit einem langen Atem haben bislang alles richtiggemacht. Mit Spannung dürften nun die Q4-Zahlen am 31. Oktober erwartet werden. Zurzeit gibt es keinen Grund sich von der Aktie zu trennen. Daher heißt es weiter: Dabeibleiben. 

Apple (WKN: 865985)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

Der Autor Nicola Hahn hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.