Sieben neue Highflyer: Nach Apple, Tesla & Co
14.08.2020 Andreas Deutsch

AKTIONÄR-Tipp Peloton: Was bedeutet der Apple-Angriff wirklich?

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PELOTON INTE.A

Apple macht mobil. Der Tech-Gigant will laut einem Bericht von Bloomberg virtuelle Workouts anbieten. Die Peloton-Aktionäre reagierten zunächst geschockt, die Aktie verlor am Donnerstag zwischenzeitlich fünf Prozent. Doch dann kehrte schnell Ruhe ein und die Aktie gewann zwei Prozent. Sollten die Bullen nicht besser auf der Hut sein?

Apple gegen Peloton – das erinnert an David gegen Goliath. Auf der einen Seite das junge, aufstrebende Start-up mit gerade einmal etwas mehr als einer Million Kunden, auf der anderen Seite der Koloss mit zwei Billionen Dollar Börsenwert und 140 Milliarden Cash.

Doch auch hier hat David gute Chancen, wenn es Apple bei Online-Workouts belässt. Die gibt es bei Youtube ja mittlerweile massenhaft und oft sind sie sehr gut gemacht. Wenn Apple aber irgendwann ein iBike auf den Markt bringt, würde es hart für den Spinningbike- und Laufbandhersteller Peloton.

„Bei einer solchen Ankündigung hätte die Peloton-Aktie am Donnerstag 20 Prozent verloren“, so James Hardiman, Analyst bei Wedbush.

Er und andere Analysten bleiben unbeeindruckt von Apples Plan. John Blackledge von Cowen lobte am Donnerstag die „einzigartige Position Pelotons als führendes Unternehmen im Bereich der virtuellen Fitness“. Die Kundenbasis sei „leidenschaftlich und wächst stark“. Die Einführung neuer Produkte stimme Blackledge optimistisch.

Blackledges Rating für Peloton lautet nach wie vor „Outperformer“. Kursziel: 70 Dollar.

Peloton Interactive (WKN: A2PR0M)

Mit einem virtuellen Fitness-Dienst würde Apple Peloton kaum gefährlich werden. Mit einem iBike freilich schon, aber es steht in den Sternen, ob Apple so etwas überhaupt plant. Deswegen gilt für Peloton-Aktionäre: Cool bleiben! Seit der Empfehlung des AKTIONÄR von Anfang April liegt der Titel mit 135 Prozent im Plus. Laufen lassen, Stopp bei 45 Euro setzen.