14.10.2019 Michael Schröder

Aixtron vor den Zahlen: Das sollten Anleger beachten

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Aixtron
Trendthema

Ähnlich wie vor den Halbjahreszahlen Ende Juli steht die Aixtron-Aktie auch im Vorfeld der Q3-Daten unter Druck. Die Sorge vor einer anhaltenden Zurückhaltung der Kunden in Sachen Investitionsbereitschaft drückt auf die Stimmung. Die Zahlen gibt es am 24. Oktober. Gut möglich, dass die Pessimisten dann erneut eines Besseren belehrt werden.

Rückblick: Aixtron hat im zweiten Quartal deutlich besser abgeschnitten als im Vorfeld erwartet. Umsatz, Betriebsergebnis und Nettogewinn stiegen deutlich, während die Betriebsaufwendungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter zurückgingen. Nach dem erfolgreichen Turnaround setzt sich die Verbesserung der Profitabilität im laufenden Jahr also fort.

Der Auftragseingang sank im Vergleich zum schon schwachen Vorquartal wie erwartet um 17 Prozent auf 45 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr standen hier somit rund 98 Millionen Euro zu Buche. Dass der Ordereingang weiter rückläufig war, fiel nicht ins Gewicht. Denn hier setzt Vorstand Bernd Schulte auf eine Nachfragebelebung und eine Verbesserung der Zahlen im zweiten Halbjahr. Der Auftragseingang soll daher im Gesamtjahr weiterhin zwischen 220 und 260 Millionen Euro (Vorjahr: 302,5 Millionen Euro) liegen.

Ausblick: Beim Umsatz plant Aixtron im Gesamtjahr weiter mit einem Wert zwischen 260 bis 290 Millionen Euro (Vorjahr: 269 Millionen Euro). In Sachen Profitabilität wurde der Vorstand Ende Juli sogar etwas zuversichtlicher und erwartet nun Margen von 13 Prozent – also am oberen Ende der zuvor prognostizierten Bandbreiten von acht bis 13 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent). Umgerechnet geht er damit von einem EBIT zwischen 33,8 und 37,7 Millionen Euro aus.

Aixtron (WKN: A0WMPJ)

Die Aktie dürfte sich im Vorfeld der Q3-Zahlen gewohnt volatil präsentieren. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass sich Auftragseingang und Umsatz im Quartalsvergleich weiter verbessert haben und damit die Prognosen für das Gesamtjahr erneut bestätigt werden. Spätestens dann sollten die Bullen wieder das Kommando übernehmen und die Aktie erneut den massiven Widerstand bei 10,50 Euro ins Visier nehmen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

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