31.03.2020 Pierre Kiren

Airbus: Produktion nur noch auf Sparflamme

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Airbus

Airbus hat Probleme seine Produktion am Laufen zu halten. Durch die größtenteils in Europa verhängten Ausgangssperren fehlt es dem Konzern in seinen Werkshallen an Mitarbeitern oder auch an Zulieferteilen.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters könne Airbus die Fertigung von Flugzeugen nur auf circa zehn bis 20 Prozent hochfahren. Am Firmensitz in Toulouse sind am Montag nur zehn bis zwölf Prozent der Belegschaft zur Arbeit erschienen. Airbus erklärte, sie drängen aktuell niemanden zur Arbeit zu kommen. In Spanien muss die Produktion bis zum 9. April vollständig ruhen, da die spanische Regierung alle „nicht-lebensnotwendigen“ Arbeiten verbietet. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in Großbritannien und Deutschland ab.

Bauteile fehlen

Dadurch fehlen für die Fertigung wichtige einzelne Bauteile. Der Mitarbeiter- und Teilemangel führt daher zu Produktionsausfällen. Am stärksten betroffen sind die Langstreckenflugzeuge A330 und die A350, so Francoise Vallin, die Airbus-Beauftragte der Gewerkschaft CFE-CGC. Die französische Regierung versucht mit finanziellen Hilfen so gut es geht die Lieferketten intakt zu halten, um strategisch wichtige Bereiche der Wirtschaft zu unterstützen. 

Airbus hat bereits seine Prognose für das laufende Jahr gestrichen. Die geplante Dividende soll nicht ausgezahlt werden.

Airbus (WKN: 938914)

Die Aktie ist im Zuge der Corona-Krise massiv unter die Räder gekommen. Langfristig bleibt DER AKTIONÄR zuversichtlich. Mutige Anleger können darüber nachdenken, eine erste kleine Position aufzubauen. Der Gesamtmarkt bleibt aber extrem risikobehaftet und volatil – das sollte mit einkalkuliert werden.