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15.04.2021 Fabian Strebin

Aareal Bank: Das bedeuten die Attacken von Petrus für Aktionäre

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Aareal Bank

Die Auseinandersetzung zwischen der Aareal Bank und dem Investor Petrus Advisers schwellt schon länger. Allerdings attackiert Petrus die Bank mittlerweile immer häüfiger. Nun hat man Kandidaten für die Hauptversammlung am 18. Mai vorgeschlagen, die die Aufsichtsratschefin und Kollegen von ihr ersetzen sollen. Die Auswirkungen der Attacken auf den Aktienkurs sind eindeutig.

Mittlerweile hält Petrus 9,4 Prozent der Anteile an der Aareal Bank und hat damit ein Vorschlagsrecht für die Wahl von Mitgliedern des Managements. Obwohl eigentlich keine Wahlen anstehen, wurden Gegenkandidaten für die Chefin des Aufsichtsrats Marija Korsch und ihren Kollegen Christof von Dryander aufgestellt. Petrus erhöht mit seinen Gegenvorschlägen den Druck auf Korsch und will nun um Unterstützung anderer Aktionäre für seine Kandidaten werben. Petrus fordert unter anderem eine höhere Eigenkapitalrendite von acht bis zehn Prozent nach Steuern, eine niedrigere Vergütung für den sechsköpfigen Vorstand und einen Verkauf der IT-Tochtergesellschaft Aareon. Diese Forderungen, die von einigen Beobachtern geteilt werden, sucht Petrus durch mehr Kontrolle im Aufsichtsrat auf den Vorstand durchzusetzen.

Aufholjagd noch nicht beendet

Seit dem Einstieg von Petrus im Herbst 2019 profitierten die Aareal-Bank-Aktionäre immer wieder von den Attacken und der Kritik des aktivistischen Investors. Die Aktie hat sich seit dem Tief vor rund einem Jahr wieder verdoppelt. Der Analyst Philipp Häßler von Pareto Securities sagte dem AKTIONÄR: „Die Papiere Aareal Bank, aber auch der Deutschen Pfandbriefbank, haben klares Turnaround-Potenzial. Wenn man davon ausgeht, dass durch Impfungen die Reisetätigkeit wieder stark zunimmt und Geschäfte öffnen können, wäre das klar positiv für die beiden Finanzinstitute“

Sonderausschüttungen möglich

Positiv gestimmt ist er auch für die Dividende: „Normalisiert sich im laufenden Jahr die Wirtschaftsentwicklung, dann besteht die Fantasie, dass die Kreditausfälle nicht so stark ausfallen, wie die Aareal Bank erwartet hat. Dann könnte zumindest ein Teil der Risikovorsorge als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Kommendes Jahr bestünde dann für die 2021er-Dividende die Möglichkeit einer Sonderausschüttung. Unabhängig davon sind zusätzliche Ausschüttungen in den kommenden Jahren durchaus möglich aufgrund der starken Kapitalisierung und gleichzeitig ambitionierten Renditeziele der Aareal Bank für 2023.“

Aareal Bank (WKN: 540811)

Die Notierung befindet sich in einem kurzfristigen Abwärtstrend, der bei 24,28 Euro verläuft. Positiv wäre ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau, was ein Kaufsignal generieren würde. Die Aktie hat noch immer deutliches Aufholpotenzial, für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät.