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07.12.2021 Michael Schröder

+235% und kein Land in Sicht: Dieser Spezialwert bleibt weiter klar auf Kurs

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Ernst Russ

Über viele Jahre hatten die Reedereien mit niedrigen Frachtraten zu kämpfen. Doch der Wind hat gedreht. Mittlerweile werden die Transportkapazitäten immer knapper. Diese Engpässe haben die Frachtraten hochschießen lassen. Neben den großen Playern der Branche wie Moeller-Maersk oder Hapag Lloyd kann auch die Hamburger Reederei Ernst Russ von dieser Entwicklung profitieren.

Sie interessieren sich für die Welt der heimischen Nebenwerte? Mit den kostenlosen Real-Depot News können Sie sich unverbindlich ein Bild von den vielseitigen Anlagemöglichkeiten im Small-Cap-Bereich machen. AKTIONÄR-Redakteur Michael Schröder schreibt Ihnen seine Einschätzung zu interessanten Investmentideen und aussichtsreichen Nebenwerten.

Ernst Russ hat Ende November nach starken 9-Monateszahlen die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt: Für 2021 erwartet die Reederei einen Umsatz zwischen 85 Millionen und 90 Millionen Euro (Vorjahr: 56 Millionen Euro) sowie einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 30 Millionen und 32 Millionen Euro (Vorjahr: 24 Millionen Euro).

„Durch die hohe Nachfrage nach Containertransporten bei gleichzeitiger Verringerung der freien Kapazitäten hat sich das Marktumfeld tiefgreifend verändert. Mit dem daraus resultierenden Anstieg der Charterraten und der positiven Auslastung der Flotte konnte die Ernst Russ AG den Umsatz und das Geschäftsergebnis signifikant steigern”, hieß es in einer begleitenden Mitteilung.

Hintergrund: Wenn ein langjähriger Miet- oder Pachtvertrag (Charter) ausläuft, kann ein Schiff zu deutlich höheren Konditionen neu vergeben werden. Ernst Russ hat im laufenden Jahr mehrere Schiffe zu sehr attraktiven Raten neu verchartern können – und baut ihren Bestand an Containerschiffen kontinuierlich aus.

Der Vorstand blickt entsprechend positiv auf das kommende Jahr: 2022 sollen Umsätze in einer Bandbreite von 140 bis 145 Millionen Euro, ein EBITDA zwischen 67 und 72 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBIT (Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern, bereinigt um neutrale Aufwendungen und Erträge) zwischen 41 und 46 Millionen Euro erzielt werden.

Ernst Russ (WKN: A16107)

Analysten dürften ihre Schätzungen in Kürze überarbeiten und neue Kursziele vergeben. Mit dem nachhaltigen Sprung über den horizontalen Widerstand bei 4,50 Euro würde zudem ein Kaufsignal generiert. Die Aktie hat im laufenden Jahr bereits über 235 Prozent an Wert zulegen können. Angesichts der guten Aussichten und der günstigen Bewertung dürfte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung aber noch eine Weile fortsetzen und Kurs auf die 6-Euro-Marke nehmen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

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Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Ernst Russ befinden sich im Real-Depot von DER AKTIONÄR.

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