19.12.2019 Maximilian Völkl

1&1 Drillisch mit nächstem Schritt – 5G-Aufbau schreitet voran

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1&1 Drillisch
Trendthema

An der Börse kommt der Aufbau eines eigenen 5G-Netzes von 1&1 Drillisch gar nicht gut an. Mit einem Verlust von rund 50 Prozent seit Jahresbeginn ist die Aktie klares Schlusslicht im MDAX. Der Anstehende Abstieg aus dem Index ist die logische Folge. Dennoch muss der Konzern den 5G-Aufbau nun vorantreiben – und macht hier den nächsten Schritt.

Im Juni hatte Drillisch ein Spektrum von 70 Megahertz ersteigert. Allerdings werden 20 Megahertz erst 2026 frei. Um den Netzbetrieb wie geplant 2021 zu starten, wäre das Spektrum somit wohl zu niedrig. Deshalb hat der Konzern nun zwei Frequenzblöcke vom Rivalen Telefónica gemietet.

„Die nun getroffene Vereinbarung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Aufbau unseres 5G-Netzes“, so Konzernchef Ralph Dommermuth. Finanzielle Konditionen wurden nicht bekannt. Doch Telefónica war verpflichtet, die Blöcke an einen potenziellen neuen Netzbetreiber abzugeben – das war Auflage der EU-Kommission für die Genehmigung der E-Plus-Übernahme durch Telefónica.

1&1 Drillisch (WKN: 554550)

Die Auswirkungen des Netzaufbaus sind nach wie vor kaum abzuschätzen. Klar ist, dass zunächst einmal hohe Kosten anstehen. Ob sich das Ganze langfristig auszahlt, muss sich dagegen noch zeigen. Anleger sollten das Risiko deshalb nicht eingehen und unverändert an der Seitenlinie bleiben.