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LinkedIn startet Angriff auf Marktführer Xing

Leon Müller

Der Kampf um deutsche Online-Netzwerker ist entbrannt. Der US-Anbieter LinkedIn hat am Mittwoch seine deutsche Website in Betrieb genommen. Für den Platzhirsch im deutschen Sprachraum allerdings besteht wenig Anlass zur Sorge. Ebenso wenig wie für die Aktionäre der Xing AG.

Der Kampf um deutsche Online-Netzwerker, die ihre Kontakte im Internet pflegen, ist entbrannt. Der US-Anbieter LinkedIn hat am Mittwoch seine deutsche Website in Betrieb genommen. Für den Platzhirsch im deutschen Sprachraum allerdings besteht wenig Anlass zur Sorge. Ebenso wenig wie für die Aktionäre der Xing AG.

„Schenken Sie uns 5 Minuten Aufmerksamkeit, ... und wir geben Ihnen ein Tool, das Sie für den Rest Ihres Lebens verwenden können.“ Mit diesen Worten begrüßt LinkedIn neue Nutzer in einer Mail. Der US-Anbieter, der eigenen Angaben zufolge weltweit 35 Millionen Nutzer zählt, hat am Mittwoch seine deutschsprachige Website in Betrieb genommen. Der Frontalangriff auf den Platzhirsch Xing stößt auf ein enormes Medienecho. Doch kann LinkedIn seinem deutschen Wettbewerber tatsächlich Marktanteile streitig machen?

Seit Mittwoch ist die Website von LinkedIn auch in deutscher Sprache verfügbar. Der Frontalangriff auf den deutschen Platzhirsch Xing dürfte aber ins Leere laufen.

Abwanderung nicht zu erwarten

„Unsere Erwartung ist, die Zahl der Nutzer in Deutschland dieses Jahr mehr als zu verdoppeln“, sagte Kevin Eyres, Europachef von LinkedIn. Aktuell hat das Netzwerk nach eigenen Angaben 500.000 Nutzer in Deutschland und damit deutlich weniger als die Hamburger Xing AG. Zum Vergleich: Xing zählt in Deutschland, der Schweiz sowie Österreich zusammengenommen rund drei Millionen Kunden. Mit einer wesentlichen Abwanderung ist aufgrund des Nutzerverhaltens nicht zu rechnen.

LinkedIn will mit Internationalität punkten

LinkedIn will insbesondere mit seiner internationalen Aufstellung punkten. Weltweit sollen bereits 35 Millionen Menschen die Online-Plattform zum Netzwerken nutzen. Xings internationale Kundenzahl erscheint da mit 6,5 Millionen Menschen vergleichsweise niedrig. Doch aussichtslos ist die Lage für die deutschen keinesfalls: Während Xing seine Website in 16 Sprachen hat übersetzen lassen, ist LinkedIn seit Mittwoch in gerade einmal vier Sprachversionen verfügbar.

Konzentration auf ein Netzwerk

Kevin Eyres entmutigt dies keinesfalls. Im Gegenteil: Seiner Ansicht nach werden sich Berufstätige „künftig auf ein Netzwerk konzentrieren.“ Gemeint ist natürlich LinkedIn. DER AKTIONÄR hingegen geht davon aus, dass Xing sich weiterhin am Markt behaupten und den Angriff der Amerikaner erfolgreich abwehren kann. Diese Ansicht teilt auch Marcus Patsch, Analyst bei der DZ Bank. Er sieht Xing gegenüber den Konkurrenten gut positioniert. DER AKTIONÄR hält an seinem Kursziel von 40,00 Euro für die Xing-Aktie fest.

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